iPhone 12 Pro Max – erste Woche mit dem High-End Smartphone

WasLange habe ich überlegt, ob ich zur zweijährlich fälligen Vertragsverlängerung das neue iPhone kaufen sollte, oder ob ich noch etwas (1 Jahr?) warte. Warum ich es mir doch bestellt habe und wie meine Erfahrung nach etwas mehr als einer Woche so ist, beschreibe ich in diesem Artikel.

Sinneswandel

Ursprünglich wollte ich den Update-Reigen in diesem Jahr mal aussetzen, aber irgendwie fand ich das neue iPhone dann doch attraktiv. Logischer Weise (ich fotografiere ja nun mal viel) weniger wegen der technischen Details (die sich im Vergleich zu meinem XS Max wenig geändert haben) sondern wegen der durchaus noch mal interessanter gewordenen Kamera-Optionen. Eine dritte (Weitwinkel-) Kamera und das etwas längere Tele waren schon interessant. Letztendlich hat mich aber eher der Bildstabilisator überzeugt. 5G finde ich auch interessant, aber leider noch nicht in meiner Region (Kassel) und bei der „kleinsten“ Version gibts jetzt auch mehr Speicher. Also hab ich es doch bestellt.

PS: Das „Retro-“ Design fand ich im Übrigen schon bei der Vorstellung überzeugend.

„Das erste Mal“

Es macht ja alleine schon immer Spaß, ein neues iPhone auszupacken. Apple gibt sich da schon Mühe mit dem Verpackungsdesign. Und es gab eine Überraschung – die aber daran lag, dass ich nicht so aufgepasst hatte 😉

Ich habe das XS Max und das 12 Pro Max nebeneinander gelegt und das Neue war einfach genauso groß, wie das „Alte“ – mit Hülle. Was ich nicht bedacht hatte: Das 12er Pro Max ist genauso groß, wie der Vorgänger – aber mein iPhone ist ja nun mal zwei Generationen alt. Na ja, das bisschen passt trotzdem noch in meine Hosentasche.

Wie gewohnt lief die Datenübertragung praktisch von alleine (diesmal hatte ich keinen Struggle, weil das neue iPhone weniger Speicher hatte, als das Alte siehe Artikel zum XS Max). Apple hat das wirklich ziemlich genial gelöst.

Was fällt nach einer Woche auf – oder auch nicht

Was definitiv nicht auffällt ist, dass das 12 Pro einen deutlich moderneren Prozessor hat, als das XS. Das liegt aber vor allem daran, dass doe Prozessoren für alle halbwegs normalen Aufgaben mehr als ausreichend schnell sind.

Geschwindigkeitsvorteil im Netz (5G) konnte ich mangels 5G noch nicht testen. Auch da erwarte ich aber in der Regel kaum Unterschiede. Zu selten lade ich auf dem iPhone wirklich große Datenmengen am Stück.

Was auffällt, aber keine Rolle spielt: Der Slot für die SIM-Karte ist von der rechten Seite auf die Linke gewandert. Das dürfte interne Design-Gründe haben. Eventuell ermöglicht dass den etwas größeren Akku.

Womit wir gleich bei dem Punkt sind, der mir sehr positiv aufgefallen ist: Der Akku hält bei meiner standardmäßigen Benutzung merklich länger. Vielmehr kann ich das iPhone öfter nutzen. Es kommt alle 2 Tage an die Leine. Mit dem XS Max hatte ich jedoch stets (auch als es so gut wie neu war) unter 20% Restladung. Das 12 Pro Max liegt tendenziell eher bei 30% – das macht in der Praxis schon ein bisschen was aus.

Ebenfalls positiv: Das Display – beim XS Max schon eine Wohltat, macht beim Pro Max noch mal einen etwas besseren Eindruck. Alelrdings sind die Unterschiede marginal und nur im direkten Vergleich sichtbar.

Einige Änderungen gehen mit dem Betriebssystem, sprich iOS, einher, das zu besprechen würde den Rahmen hier aber sprengen und ich werde das Thema ein anderes Mal aufgreifen. Zudem hat Apple einige Features erst mit den nächsten iOS Updates angekündigt – das kann ich dann bei der Gelegenheit ebenfalls ansprechen.

Hauptmerkmal Kamera

Oftmals kritisiert wird, dass Apple seit Jahren immer bei 12 Megapixel für das iPhone bleibt. Auf der einen Seite verstehe ich das gut, denn mit Millionen von Pixel holt man sich bei den Mini-Objektiven und Aufnahme-Chips nur mehr Rauschen ins System. Auf der anderen Seite wären kleinere Updates durchaus mal wünschenswert. Allerdings: Meine Canon mit Vollformatsensor hat auch nur 22 Mio Pixel, nicht wie manche Handy-Kamera 1xx Megapixel. Da Apple aber den Chip ohnehin ein wenig vergrößert hat, wäre vielelicht ein bisschen was drin gewesen.

Eine echte Testreihe habe ich mit dem Pro Max noch nicht machen können. Zwei Sachen sind mir allerdings aufgefallen: Durch den neuen Tele-Faktor 2,5 muss man sich beim Fotografieren in Innenräumen etwas umgewöhnen. Meist braucht man jetzt das Normal-Objektiv.

Dafür hat man duch das 0,5er Objektiv jetzt in Innenräumen ganz neue Optionen. Die komplette Küche in der normalen Wohnung fotografieren? Gar kein Problem! Eine Korrektur der Verzerrung in Photoshop o.ä. ist bei solchen extremen Brennweiten aber dann doch nötig.

Insgesamt sind die Unterschiede aber nicht so riesig. Der Normalanwender wird sie vermutlich nicht bemerken und ich werde erst einmal Extremsituationen suchen müssen, um echte Vorteile zu generieren.

Ein paar Änderungen hat es bei der Bedienung gegeben. Das liegt aber vor allem am iOS und soll entsprechend dort besprochen werden.

Das iPhone 12 (Pro / Max) ein Muss?

Besitzer der 11er iPhone Geräte können sich mal ganz entspannt zurücklehnen. Das 12er bringt nicht den entscheidenden Mehrwert, um nach etwa einem Jahr schon wieder zu wechseln. (Es sei denn, ihr möchtet schlicht auf eine kleinere Variante das neue mini wechseln.)

Selbst Besitzer des Xs sind mit diesem auch erst 2 Jahre alten Gerät noch wirklich gut bedient. Es sei denn, ihr könnt etwas mit 5G anfangen oder wollt die neue Kamera-Version nutzen (und dann muss es eigentlich das Max sein).

Für alle älteren iPhone-Generationen lohn sich der Wechsel in meinen Augen allerdings auf jeden Fall. Zu viele Änderungen hat es sei dem gegeben. Wobei mancher den älteren TouchId Geräten eventuell hinterher trauern wird.

Ob sich das Update für mich gelohnt hat, wird sich sicher erst in ein paar Wochen zeigen, wenn ich noch mehr ausprobiert habe. Vielleicht finde ich ja auch dann irgendwann einmal ein 5G Gebiet.

Und was das neue iPhone letztendlich gekostet hat, weiß ich auch erst dann, wenn ich weiß, was mir das XS Max noch eingebracht hat. (Es ist noch nicht verkauft, Anfragen nehme ich gerne entgegen 😉 )

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