macOS Big Sur – erste Woche mit der neuen Apple-System-Software

Ungewohnt früh habe ich diesmal das neueste Betriebssystem von Apple auf meinem iMac installiert. Was sich, für mich, dabei geändert hat und wie ich die Änderungen empfinde lest ihr im Folgenden. Natürlich auch, ob ich gestolpert bin und ob und wo ich Fehler bemerke oder vermute.

Am ersten Tag des Release war der Ansturm so groß, dass es Probleme mit dem Download oder der Authorisierung gab, so dass einige Macs streikten.

Ich habe den Versuch erst gute 24 Stunden später gemacht und hatte dort die Problemphase eindeutig überwunden. Zur Sicherheit hatte ich zuvor ein Time-Maschine-Backup des alten Systems gemacht. Der gesamte Vorgang von Download und Installation inklusive mehrerer, meist automatischer, Neustarts, dauerte ca. 2 Stunden. Ganz bewusst, habe ich erst mal ein Update gemacht, um zu sehen, was bei meinen installierten Programmen für Updates notwendig sind.

Erster Start

Völlig unspektakulär verläuft der erste Start. Eine ganze Anzahl an Abfragen folgen, wie erwartet, wenn Erweiterungen auf Systembereiche zugreifen wollen.

Nicht zu übersehen ist das neue Design – zunächst einmal wird hier der bunte Hintergrund ausgetauscht 😉

Schnell mal einen Blick in den Finder werfen, wie das Design sich dort so auswirkt. Die Änderungen sind wenig spektakulär. Ein paar Kleinigkeiten muss ich anpassen. Wie oft bei Updates sind auch meine Kurzlinks in der Menüleiste nur noch „Fragezeichen“.

Was sofort auffällt: Die neuen Programmsymbole im Dock. Letztendlich Geschmacksache, aber mir gefallen die iOS angelehnten Symbole nicht.

Die oft kritisierte Menüleiste finde ich dagegen recht aufgeräumt und sie erfüllt dadurch ihren Zweck – in meinen Augen besser als zuvor.

Erster Programm-Check

Zu den wichtigsten Programmen, die ich täglich nutze, gehören, neben Apple Mail, die Browser und die ganze Palette der Adobe Programme.

Da Adobe vor einigen Tagen erst die gesamte Palette der Programme mit einem Update versehen hatte, konnte ich davon ausgehen, dass es keine Probleme gibt. Das war auch, soweit es die Programme selbst betraf, bei allen der Fall.

Bei zwei Erweiterungen musste ich jedoch nachbessern: Zum einen musste ich das „Retouching Toolkit“ (siehe hier) neu installieren, zum anderen zeigte die „Nie Collection“ das Auswahl-Werkzeug nicht mehr an. Die einzelnen Filter-Plugins funktionierten jedoch noch. Inzwischen hat auch der Hersteller DXO ein entsprechendes Update bereitgestellt.

Ein Programm, welches sich selber zum Update gemeldet hat, weil eine Systemerweiterung unter Big Sur blockiert wird, ist Avira Anti Virus, dass dann entsprechend Ruck-Zuck ebenfalls wieder lief.

Eine Überraschung gab es dann aber noch: Eines meiner Lieblingsprogramme zur Bildverwaltung: Pixa hatte ich schon abgeschrieben, da es seit längerem nicht mehr gepflegt wird. Zu meiner Überraschung läuft es unter Bir Sur jedoch wieder deutlich flotter und macht wieder richtig Spaß. Das dürfte aber wohl die Ausnahme sein.

Ansonsten sind mir bislang noch keine Programme aufgefallen, die schien irgend einer Form eigenartig verhalten haben.

Was fällt auf in der Bedienung

Wie immer hat Apple natürlich hier und da an den Bedienelementen gefeilt. Ein paar Sachen sind nicht mehr unbedingt da, wo man sie vermutet, dafür packt die neue Kommandozentrale einige Elemente zusammen, die vorher verstreut waren.

Etwas ungewohnt, aber soll, ähnlich der zentralen Bedieneinheit in iOS später auch andere Klemmte enthalten und kann so evtl. Den Workflow beschleunigen.

Was mir am neue Design definitiv gefällt, sind die neuen Dialoge. Ich finde sie klarer, als bisher und damit „flutscht“ es in meinen Augen etwas besser.

Apple Mail & Safari

Safari hat bereits vorab ein Update bekommen und deswegen waren Änderungen jetzt nicht mehr so auffällig, wenn man vom angepassten Design absieht. Neu in Safari 14 ist unter anderem die neue Startseite, die mehr Informationen liefert, etwa den Einsatz von Webseiten-Treckern und Favoriten, häufig besuchten Seiten, Leseliste und den Tabs anderer Safaris mit gleichem iCloud-Account.

Apple Mail hat mich dagegen zunächst irritiert. Praktisch sämtliche Bedienelemente haben ihren Platz gewechselt, so dass die Oberfläche sehr anders wirkte. Besonders hat mich irritiert, dass der Schalter „Sortieren nach“ nicht mehr in der Symbolleiste zu finden war. Der neue Filter-Button erfüllt für mich aber den Zweck und das sogar etwas komfortabler, weil nur ein Mausklick notwendig ist.

Externe Hardware

An externer Hardware betreibe ich derzeit diverse Festplatten und drei Drucker. Gedanken musste ich mir daher nur um die Drucker machen – oder auch nicht. Sowohl der Brother HL-2035, wie auch der Canon iP 2750 und der Canon selphy CP 910 funktionierten auf Anhieb, wie gewohnt.

Der Canon iP 7250 musste jedoch einmal in eingeschaltetem Zustand im Drucker-Menü aufgerufen werden, um auch anschließend ohne das er aktiv ist in der Auswahl zu erscheinen.

Fazit nach einer Woche

Natürlich hab ich nach einer Woche noch nicht alle Funktionen ausführlich in der Hand gehabt. So kamen Karten Fotos und Vorschau bislang nur mit Grundfunktionen zum Einsatz – die sich nicht weiter verändert haben. Falls mir noch etwas auffällt, gibt es hier noch einen Nachtrag.

Ansonsten kann ich nur sagen: macOS Big Sur läuft bei mir ausgesprochen stabil und in der gewohnten Geschwindigkeit.

Probleme mit Drittanbieter-Software habe ich bislang keine feststellen müssen. Selbst die recht alte Version 6 von 1Password funktioniert weiter problemlos, freilich ohne Safari-Unterstützung, die schon länger nicht mehr existiert.

Auf der anderen Seite wäre ein Systemwechsel wie jetzt wieder die Gelegenheit, Programme auszumisten, die ich ohnehin selten nutze. Aber das mache ich dann lieber, wenn ich Zeit habe für einen Clean Install.

Bis jetzt also keine Probleme mit Big Sur. Der Test auf dem Mac Book steht jetzt noch an, das ist aber für mich zweitrangig.

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