iPhone Xs Max – eine Woche Erfahrung mit Apples Maxi-Display-Handy

Seit einer Woche nutze ich nun das Apple iPhone Xs Max, welches mein iPhone 7 Plus nach 2 Jahren abgelöst hat. In ein paar Sätzen möchte ich dazu meinen Eindruck von dem nicht ganz billigen Mobiltelefon schildern.

Zunächst einmal ging es bei der Neuanschaffung um die Frage der Größe, wie schon beim 7 Plus Model vor zwei Jahren. Ein Blick in die Datenblätter verrät 7 Plus und Xs Max sind praktisch gleich groß.

Dann kam die Frage auf, welche Speicherausstattung es denn sein soll. Mein 7er hatte 128 GB das Xs in der Standard-Ausstattung 64 GB. Sollten 64 GB reichen oder müssen 170 € Aufpreis für 256 GB einkalkuliert werden? Ein Blick auf die Speichernutzung: ca. 80 GB für Bilder sagte mir, der Standard reicht. Zumal ich iCloud intensiv nutze und von daher auch mehr Speicher abonniert habe.

Erster Eindruck

Packt man das iPhone Xs Max aus, fragt man sich zunächst „hat sich gegenüber dem iPhone 7 Plus überhaupt etwas geändert“? Klar, der Home-Button ist entfallen, aber sonst?

Der Eindruck änderte sich, sobald ich das iPhone gestartet habe. Das Display leuchtet mir strahlend entgegen, inklusive der „Notch“ genannten Einkerbung am oberen Ende.

Dank dem neuesten Betriebssystem ist es unerreicht einfach, vom vorhandenen iPhone umzusteigen. Den am Gerät angezeigten, bewegten Code scannen und schon beginnt die Einrichtung. In wenigen Minuten ist das neue iPhone startklar. Eine kleine Einschränkung erläutere ich gleich noch.

Am Anfang ist die größte Änderung der fehlende Home-Button, doch es dauert eigentlich nur wenige Minuten, bis man sich an die neue Art der Bedienung gewöhnt hat. Die zwei, drei neuen Gesten habe ich, ohne groß darüber anchzudenken, schnell adaptiert.

TouchID fehlt mir schon nach einer Stunde nicht mehr, FaceID erledigt seine Aufgabe schnell und zuverlässig. Erst am Abend, wo das iPhone wie gewohnt auf dem Tisch liegt, fehlt manchmal die schnelle Übersicht, ohne das Ding vors Gesicht zu halten.

Und ja, das Max-imale iPhone ist etwas schwerer, aber mir fällt das nicht auf, zumindest nicht besonders unangenehm.

Das Xs Max wirkt etwas größer, was an der Hülle liegt, ansonsten ist es kaum vom 7 Plus zu unterscheiden. Allerdings sieht man deutlich die bessere Ausnutzung durch das Display, da der obere und untere, sehr große Rand, entfallen ist.

Umzug von einem iPhone mit größerem Speicher

Wie gesagt tauchte bei der Datenübernahme vom alten iPhone ein kleines Problem auf: itunes meldete sich mit der Fehlermeldung, dass das neue iPhone zu klein sei für eine Kopie der Daten. Allerdings gab iTunes keinen Ratschlag, wie zu verfahren sei. Ein Check in Google brachte dann die Lösung. Statt die Datensicherung über iTunes zu machen, was ich jahrelang so gewohnt war, habe ich eine Sicherung in der iCloud gemacht. Dabei werden Fotos nicht mitgesichert, das sie ja ohnehin in der Cloud sind (zumindest bei mir). Damit war das Backup klein genug, um zu funktionieren.

Pro & Contra

Fangen wir mal mit einem Contra an: Das Xs Max ist recht schwer. Es bringt 208 g auf die Waage und damit noch einmal etwas mehr als mein vorheriges 7 Plus. Geschuldet ist dies unter anderem der Glasrückseite, die aber notwendig ist, um eine optimale drahtlose Ladung zu ermöglichen. Das es nicht zu den günstigen Handys gehört ist bekannt. Was einem das iPhone Xs (Max) wert ist, muss jeder selber entscheiden.

Ein Pro: Vom ersten Moment an fühlt sich das Xs Max schneller an, als das 7er. FaceID reagiert blitzschnell und man ist sofort produktiv. Apps starten spürbar schneller und es „flutscht“ einfach. Das, obwohl der Arbeitsspeicher geringer ist und damit das Gerät insgesamt von Anfang an vollgestopft ist. Aber der Prozessor und der größere Arbeitsspeicher helfen da ziemlich.

Kamera

In jedem Test nimmt die Kamera einen großen Raum ein und Apple hat in der Präsentation auch von einer verbesserten Kamera gesprochen. Ich habe nur wenige Testaufnahmen mit dem 7 Plus und dem Xs Max in direktem Vergleich machen können.

Die Auflösung der Kameras ist mit 3024 x 4032 Pixel gleich. Die Weitwinkel und Tele-Objektive unterscheiden sich minimal (beim Xs Max werden 26 und 52 mm Kleinbild-Equivalent verwendet, beim 7 Plus 28 und 57).

Bei gutem Licht, bei welchem die Aufnahmen entstanden sind, gibt es kaum Unterschiede. Allenfalls lässt sich beim Xs Max eine etwas stärkere Schärfung feststellen, was gelegentlich schon kritisiert wurde.

Kamera: iPhone 7 Plus
Kamera: iPhone Xs Max

Meine Meinung nach ca. 14 Tagen

Das iPhone Xs Max macht einfach Spaß. Das riesige Display mit der wirklich guten Qualität lässt das Herz eines Fotografen, der eben viele Fotos am iPhone anschaut höher schlagen. Lediglich bei heller Umgebung (Sonne) ist das Display nicht ganz optimal.

Die Kamera soll zwar gegenüber dem Vorgänger besser sein. Im täglichen Gebrauch konnte ich das noch nicht feststellen. Ob sich mit Drittanbieter-Apps (z.B. die tolle ProCamera) eventuell noch eine Ecke mehr aus dem Gerät raus holen lässt, konnte ich in der knappen Zeit nicht testen.

Zuerst dachte ich, TouchID wäre ein muss, aber genauso schnell, wie man sich Slide to the side abgewöhnt hat, gewöhnt man sich auch an FaceID – und dann ist es auch noch praktischer in manchen Fällen.

Trotz des Geschwindigkeits-Schubs (siehe oben) hält der Akku im Übrigen genauso lang, wenn nicht sogar länger als beim iPhone 7 Plus.

Neu kaufen oder mit dem „Alten“ weiter arbeiten?

Apple macht es Besitzern eines iPhone nicht leicht, sich für ein neues Gerät zu entscheiden. Dadurch, dass die Software in  der Regel auch auf  fünf bis sechs Jahre alten iPhones noch zu installieren ist, wird ein iPhone relativ langsam „alt“.

Zudem sind Neuerungen bei Handys nicht mehr so bahnbrechend, wie noch vor wenigen Jahren.

Daher „muss“ niemand alle zwei Jahre mit seiner Vertragsverlängerung ein neues iPhone kaufen. Der Sprung vom iPhone X, dass praktisch eine neue Generation iPhone dargestellt hat, zum iPhone Xs ist ohnehin kaum spürbar.

Wer ein iPhone X / Xs / Xs Max kauft, möchte also gerne ein neues iPhone kaufen. Meiner Meinung nach, muss er sich auch nicht ärgern. Die Technik stimmt, das optische auch und mit der „Notch“ (was ein blöder Ausdruck) kann ich sehr gut leben.

 

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