Update 06/2018: Echte Anhänge für Apple Mail – nie mehr Ärger mit Outlook und Co.

Wenn ihr häufiger Fotos oder PDF-Dateien versendet und Empfänger mit Windows-Systemen adressiert, dann bekommt ihr häufiger die Mitteilung, dass die Fotos nicht als Anhang ankommen, zu klein sind oder ähnlich unliebsame Überraschungen. Dagegen helfen 2 einfache Gegenmittel, die ich kurz vorstellen möchte.

Apple Mail versendet Fotos in Nachrichten immer Inline, also eingebettet in die eigentliche Nachricht. Wenn der Empfänger ebenfalls Apples Mail-Programm nutzt, ist dies kein Problem. Die Nachrichten werden korrekt angezeigt und die Fotos können einfach auf die Festplatte kopiert werden – in Originalqualität.

Windows-Anhänger erhalten jedoch nur eine Art Vorschau und sind dann am verzweifeln, weil sie mit den Daten nichts anfangen können. Im privaten Bereich fällt das selten auf – soll der Empfänger die Fotos jedoch weiter verwenden oder bearbeiten, klappt das nicht.

Abhilfe für seltenen Einsatz: Verpacken als Zip

Eine einfache Abhilfe des Problems bietet das System selber: verpackt Fotos oder PDFs als ZIP-Datei, erhält der Empfänger die Datei als Anhang und muss sie nur noch auspacken.

Allerdings ist das etwas mühsam, wenn ihr häufiger Fotos versenden wollt. Dann bietet sich eine andere, dauerhafte Methode an.

Inline-Fotos per Terminal deaktivieren

Wie in vielen anderen Fällen, gibt es für unser Problem auch eine Apple eigene Option, für die der Hersteller jedoch keinen Menüpunkt bereitstellt. Ihr müsst die Einstellung also wieder einmal über das Terminal durchführen.

Am einfachsten ruft ihr das Terminal über die Spotlight-Suche auf. Klickt dazu die Befehls- und die Leertaste und das Suchfeld erscheint. Schon nach der Eingabe der ersten Buchstaben von „Terminal“ sollte das Programm angezeigt werden und ein Klick auf die Return-Taste öffnet das Hilfsprogramm.

Im Terminal gebt ihr dann folgenden Befehl ein:

defaults write com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing -bool yes

Nach einem Neustart der Mail App werden Dateien, die ihr über die Anhang-Funktion (Büroklammer-Symbol) versendet als echter Anhang versendet, so dass er so auch bei anderen Email-Programmen ankommt.

Die Änderung bleibt auch nach einem Neustart eures Systems bestehen.

Wollt ihr Anhänge wieder Inline versenden ersetzt ihr das „yes“ durch „no“ und gebt im Terminal entsprechend folgende Zeile ein:

defaults write com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing -bool no

Update: Software-Helfer für mehr Komfort

Für etwas mehr Komfort sorgt das kleine Mail Plugin „MacOS Mail Anti Inline Plugin“. Dieses Kostenpflichtige Plugin (zum fairen Preis von 13,75 €) bietet euch zum einen die Möglichkeit, die Funktion jederzeit per Mausklick im Mail-Menü zu aktivieren oder deaktivieren. Das heißt, ihr könnt jederzeit auch Emails versenden, die Fotos Inline enthalten – zum Beispiel um private Mails mit Fotos aufzupeppen.

Praktisch ist zudem die Funktion, bestimmte Fotos nicht als Anhang zu versenden, wenn Sie mit einem Namen benannt sind, der das Stichwort „signature“ enthält – so könnt ihr eure Signaturen weiter mit Bilddaten ergänzen und diese werden dennoch wie gewünscht übertragen. Die Software erhaltet ihr hier:

Update: ich habe den Link entfernt, da der Autor der Software nicht mehr antwortet (siehe Kommentare)

Mein Tipp

Für den Normalfall reicht die Terminal-Methode aus – ich verwende diese seit einiger Zeit. Nur wer öfter einmal „schöne Mails“ versenden will oder eine bebilderte Signatur verwendet, erleichtert sich das ganze mit dem Plugin enorm.

12 Gedanken zu „Update 06/2018: Echte Anhänge für Apple Mail – nie mehr Ärger mit Outlook und Co.“

  1. Der Terminal-Befehl funktioniert bei mir nicht. Die Anhänge werden weiterhin inline dargestellt. Kann es daran liegen, dass ich in einem User-Account ohne Admin-Rechte arbeite? Oder liegt es an Mojave?

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  2. Because Mail doesn’t need to restart that the Terminal command takes place I made a Automator service to do that:
    ——–
    try
    if (do shell script „defaults read com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing“) = „1“ then
    do shell script „defaults write com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing -bool no“
    else
    do shell script „defaults write com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing -bool yes“
    end if
    on error
    do shell script „defaults write com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing -bool yes“
    end
    ——–
    Recives nothing; in Mail

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  3. 13,75 EUR ein „fairer“ Preis für ein Plugin? Abzocke trifft es eher…
    Terminal dauert keine 30 Sekunden und kostet gar nichts 😉

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    • Das Plugin konnte ja noch etwas mehr als Inline-Fotos Ein- bzw. Aus-zuschalten. Vor allem die Funktion Signaturen beizubehalten war schon praktisch. „War“ allerdings, weil der Autor sich einfach verabschiedet hat. Danach war es in der Tat Abzocke, da bezahlen ja noch möglich war.

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  4. Ich habe mir das Anti Inline Plugin geladen und auch gekauft, doch ich bekomme vom Entwickler seitdem keine Antwort und auch keinen license code, auf seiner website ist der letzte Eintrag vom Sept.2017… also kann ich das plugin nicht aktivieren. Ich finde es aber auch nicht im Paketinhalt von Mail um es wieder zu entfernen, leider. Haben Sie eine Idee wo ich es finden und wieder entfernen könnte?

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    • Sorry, wer scrollen kann ist klar im Vorteil 🙂 ganz unten steht es ja, aber Herr Clive Galeni scheint nicht mehr zu existieren, ich rate vom Kauf ab. Seine Paypal Seite funktioniert wohl noch und auch die automatische Antwort auch, aber mehr passiert nicht. Ich muss jetzt versuchen, über Paypal Käuferschutz das Geld wieder zurückzubekommen.

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    • Hallo Ines,

      vielen Dank für die Info. Ich habe den Artikel entsprechend angepasst und den direkten Link entfernt.

      Andreas

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