Kamera Canon EOS 70D – persönliches Fazit

Nachdem meine bisherige Standard-Kamera Canon EOS 50D deutlich in die Jahre gekommen war, wurde es Zeit, in etwas Neues zu investieren, zumal ein paar wichtige Aufträge anstanden. Da das Budget für die gewünschte EOS 5D MK III nicht ausreichte, wurde es eine reine Ersatzbeschaffung in der Hoffnung, dass die technische Entwicklung nicht stehen geblieben war. Meine ersten Eindrücke bezüglich er Fotografie mit dem neuen Gerät beschreibe ich hier, die Video-Funktion habe ich bisher noch nicht genutzt.

Im Portfolio von Canon gibt es mit der 6D (Vollformat) und der 7D MK II (hochwertige Crop-Kamera) durchaus weitere Alternativen, allerdings habe ich mich entschieden die 1000 € extra zu sparen, um schneller auf eine 5D aufrüsten zu können.

Die 70D zeigt gegenüber meinem alten Modell 50D durchaus einige Änderungen und ist kein reines Update. So wurde das Bedienkonzept geändert und es wurden einige Funktionen auf das neue Touch-Display gelegt. Der „Joystick“ weicht einem Multifunktionsrad.

Neu sind, das genannte Touch-Display, die deutlich erweiterten Fokus-Punkte, eine leicht erhöhte Pixel-Anzahl, das Klapp-Display, die Video-Funktion, SD- statt CF-Speicherkarten und eine eingebaute WLAN-Funktionalität.

Bedienung

Die Bedienung hat sich gegenüber der 50d etwas verändert, zum einen durch das Touch-Display zum anderen dadurch, dass Canon die 70d etwas weniger professionell ausrichtet und so einige Funktionen nicht mehr direkt anbietet, sondern eher über das Menü bzw. über das Touch-Display. Und ich muss sagen, wenn man sich erst einmal an die Touch-Bedienung gewöhnt hat, ist sie gar nicht so schlecht. Ruck-Zuck wählt man damit zum Beispiel die Auto-Focus-Punkte oder passt weniger häufig genutzte Einstellungen an. Die Belichtung lässt sich dabei wie gewohnt über die beiden Einstellräder einstellen. Wichtige Einstellungen, wie der ISO-Wert liegen wie gewohnt auf den kleinen Tasten auf der Kameraoberseite.

Schade ist allerdings, dass Canon den kleinen, praktischen Joaystick zu gunsten des Multifunktionsrades/Wippe gestrichen hat.

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In der Praxis

Die Entscheidung für die 70d rührte unter anderem aus der Hoffnung, dass sie sich in der Praxis genauso verhält, wie die robuste 50d, deren Handhabung ich quasi blind im Griff hatte.
Etwas umstellen musste ich mich wegen des geänderten Bedienkonzepts natürlich, aber im großen und ganzen gelang die Bedienung aber sehr schnell genauso gut.
Zwei Änderungen wirken sich auf meine Fotos allerdings positiv aus. Zum einen die bessere Empfindlichkeit. Das Rauschverhalten ist bei höheren ISOs besser und ich nutze das, um zum Beispiel bei Hochzeiten länger auf den Blitz verzichten zu können. Auch bei Sportaufnahmen macht sich das Bemerkbar und ich kann auf Blitz verzichten und dennoch kurze Verschlußzeiten nutzen. Das, obwohl ich noch kein Objektiv mit IS, VC oder sonst etwas im Rucksack habe.
Ebenfalls sehr positiv finde ich den erweiterten Autofocus. Hierbei greife ich häufig auf das Touch-Display zur Einstellung zurück, weil es einfach sehr schnell geht. Während bei Portrait- und Model-Aufnahmen nach wie vor der mittlere Focus-Punkt zum Einsatz kommt, setze ich bei Sportaufnahmen auf die mittenbetonte Autofocus-Einstellung. Bei Sport-Aufnahmen ist selten der Sportler (vor allem bei Kampfsport) exakt in der Mitte. Oftmals zeigt der mittlere Punkt genau in die Mitte zwischen Sportlern, das mittlere Feld findet hier öfter die korrekte Einstellung. Aber auch andere Gruppen-Aufnahmen profitieren vom neuen Autofocus-Modus davon.

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Fazit

Die Canon EOS 70d ist ein Werkzeug für mich. Lobeshymnen sind daher ebenso fehl am Platze, wie vernichtende Kritik. Zusammen mit meinen Objektiven Sigma 50-150/2.8, Tamron 17-55/2.8 und Canon 50/1.8) gelingen jedoch wieder sehr brauchbare Aufnahmen und die Qualität reicht für nahezu alle Aufgaben (Internet, Belichtung, Poster) mehr als aus. Dabei helfen die Details, wie höherer ISO-Bereich und der deutlich erweiterte Autofocus für meine Art zu fotografieren enorm. Wer Infos zur Video-Fähigleit vermisst: ich filme selten und ich muss zugeben: inzwischen am liebsten mit meinem iPhone 6.
Mit der eingebauten WLAN-Funktion habe ich noch nicht wirklich gearbeitet. Da ich im Studio das Feature jedoch nutzen möchte, werde ich bei Gelegenheit gerne noch mal darüber berichten.
Insgesamt bin ich mit dem Kauf sehr zufrieden. Nächster Schritt kann dann nur eine Vollformat-Kamera sein, vielleicht ja die EOS 5d MK IV – die dürfte erschienen sein, sobald ich genug Geld gespart habe 😉

PS: Ich habe die Kamera dieses Mal über Amazon* bezogen. In der Regel findet man beim Fotofachhandel günstigere Preise für Foto-Equipment, doch dieses Mal (Ende Juli 2015) wurde ich dort leider nicht fündig.

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