Wohin mit all den (digitalen) Bildern?

Nach dem mich jetzt mehrere Kunden und Bekannte angesprochen haben zum Thema: “kannst du nicht mal dies machen mit meinen Fotos?” oder “meine Fotos vergammeln auf der Festplatte, was machst du damit?” möchte ich einfach mal berichten, was mit den hunderten, ja eher tausenden von Fotos passiert, die ich immer so auf meine Festplatte schaufele.

Vor langer Zeit wurden Filme zum Entwickeln gebracht und die fertigen Fotos anschließend in Foto-Alben geklebt. Mit der Einführung der Digitalfotografie hat sich zwar die Anzahl der Fotos verzigfacht, aber zu sehen bekommt man immer weniger. Auch mir geht es teilweise so, dass ich Fotos mache, sie am Computer ansehe und bearbeite und mich kurz am Ergebnis freue. Einige Tage (oder sind es nur Stunden) später geraten sie schon fast wieder in Vergessenheit.

Diesem Vergessen wirke ich auf unterschiedliche Weise entgegen.

Bilder digital betrachten

Das bei euch bekannteste sind dabei sicher die verschiedenen Portale, auf denen ich Fotos einstelle. Klar dient dies vor allem der Werbung für meine Fotografie. Die Interaktion mit den Bildbetrachtern führt aber immer wieder dazu, einen Blick auf die Fotos zu werfen und auch mal wieder bei Uralt-Aufnahmen vorbei zu schauen. Zugegebener Maßen ist das immer etwas nebenbei. Seiten mit meinen Fotos sind unter anderem Facebook, die Model-Kartei oder seit relativ kurzer Zeit auch Instagram.

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Seit den ersten digitalen Fotos macht es mir Spaß, daraus kleine Diashows zu erstellen. Diese eignen sich prima, um sie gemütlich im Wohnzimmer auf dem Fernseher anzuschauen oder zwischendurch mal auf dem Laptop oder der iPad zu genießen. Manchmal gibt es davon zwei Versionen: eine mit lizenzfreier Musik, die ich dann auch mal im Internet veröffentliche und eine mit meiner aktuellen Lieblingsmusik, die dann nur privat für mich ist und natürlich neben den Bildern zusätzlich Spaß macht. Dazu was leckeres zu Essen und ein kühles Getränk und schon kann der ganz eigene Videoabend beginnen. So kommen die Fotos immer mal wieder ins Bewusstsein. zur Gestaltung der Diashows kommen immer mal andere Programme zum Einsatz, in letzter Zeit allerdings hauptsächlich Foto Magico und Pulpmotion.

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Einen Nachteil haben natürlich auch die Diashows: es ist immer ein gewisser technischer Aufwand notwendig, um diese zu betrachten (vom nahezu nicht vorhandenen Aufwand beim iPad einmal abgesehen). Das war bei den klassischen Fotoalben doch etwas anders. In den ersten Tagen der Digitalfotografie habe ich Fotos tatsächlich noch als Papierabzüge bestellt und in Fotoalben eingeklebt. Allerdings ließ die Lust (wohl auch wegen der schieren Menge) rasch nach und es liegen noch jede Menge Analog- und Digitalabzüge da, die auf das Einkleben warten.

Fotobücher – inzwischen ein Klassiker

Doch die Digitaltechnik bot schon kurze Zeit später jede Menge Druckwerke an. Am bekanntesten und sehr beliebt sind sicher die Fotobücher. Ich bin ebenfalls ein Fan dieser Bücher, mit denen ich Fotos immer griffbereit im Schrank stehen habe. Fotobücher lassen sich nicht nur alleine immer mal schnell ansehen, sondern bieten auch die Möglichkeit, einfach unter den Arm geklemmt anderen gezeigt zu werden. Die ersten Fotobücher, die man als Normalo erwerben konnte waren sauteuer und nach heutigen Maßstäben sauschlecht, aber damals eine Sensation, die jeder sehen wollte. Heutzutage gibt es vielfältigste Sorten von Fotobüchern in allen Preisgruppen. Für meine Jahrbücher, also Fotobücher die ich für mich selber bestelle, die aber auch Interessenten einen Überblick über meine Arbeiten geben, lasse ich grundsätzlich als Bücher auf echtem Fotopapier ausbelichten. Mein Lieblingsformat ist dabei 28×28 bzw. 30×30 cm, je nach Hersteller. Das große, quadratische Format bietet einfach genügend Raum für Hoch- und Querformat-Fotos und tolle Möglichkeiten für zweiseitige Riesenbilder.

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Wer mehr Luxus will (zum Beispiel für Hochzeitsbücher) bedient sich gerne bei italienischen oder spanischen Manufakturen, die eine große Auswahl an individuellen Möglichkeiten, bei allerdings sündhaften Preisen bieten.

Allerlei andere Möglichkeiten

Für besondere Fotos bieten sich natürlich besondere Formate an. Ich mag besonders Kalender (ein Beispiel eines gedruckten und eines belichteten Kalenders). Angefangen hat dies mit einigen Sportkalender, die ich für zwei Vereine angefertigt habe. Die hingen natürlich auch bei mir an der Wand und seit drei Jahren erstelle ich mir selber Kalender für meine Wohnung und das Büro aus den jahresbesten Fotos. Es gibt Hersteller, die belichten auch Kalender auf echtem Fotopapier aus. In der Regel bevorzuge ich für Kalender aber die traditionelle Drucktechnik. Ich finde hier gibt es den besten Kompromiss aus Gestaltungsmöglichkeiten, Bildqualität und vor allem Textqualität. Ein Anbieter mit einem vielfältigen Angebot an Druckwerken – inklusive Kalendern ist Cewe Print. Von Cewe stammen auch häufiger meine Fotobücher, allerdings bestellt über einen derer Vertriebspartner.

Immer mal wieder bestelle ich auch Leinwandbilder, je nach Art des Bildes als Leinwandbild oder bei einem Anbieter, der auf Stoff druckt, was besonders intensive Farben ermöglicht (Artido).

Ebenfalls etwas Besonderes ist der Direktdruck auf Alu-Dibond, ein etwas teurerer Spaß, der allerdings recht unempfindlich ist und perfekt in eine moderne Wohnlandschaft passt.

Fotos nicht mehr vergessen

Es gibt inzwischen so viele Dinge, die man sich selber schenken kann, aus den eigenen Fotos, dass es nicht mehr nötig ist, die vielen guten Fotos auf der Festplatte vergammeln zu lassen. Teilweise nicht ganz preiswert, sollte es für die besten Fotos doch genau die richtige Verwendung sein. Einziger Wermutstropfen: trotz großem Angebot werden gute Produkte nicht wirklich billiger, wenn man nicht gerade über ein attraktives Angebot stolpert.

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