Action Cam Qumox SJ4000 im Test

Letzte Woche war ich endlich mal wieder im Urlaub – Snowboard fahren in Österreich. Zum ersten Mal hatte ich eine Action-Cam mit an Bord und da es das erste Mal war, habe ich nicht auf die klassische GoPro gesetzt, sondernde ersten Versuche mit einer günstigen Alternative gemacht, der Qumox SJ4000.

Wenn man die Packung öffnet, erhält man für knapp 90 € schon mal eine Menge Zubehör zu der Kamera. Neben einem wasserdichten Gehäuse, dass, wie die Kamera selbst, einer GoPro zu verwechseln ähnelt, sind diverse Halterungen für Montage an Helmen, Fahrrad und allen möglichen Orten und Geräten vorhanden. Natürlich gehört auch ein Netzgerät, sowie ein Akku zum Paket. Die Akkus werden in der Kamera geladen und nicht in einem separaten Ladegerät.

sj4000 zubehör

Bedienung

Grundsätzlich lässt sich die Cam recht intuitiv bedienen. Über den Knopf, der gleichzeitig das Gerät einschaltet, schaltet ihr um zwischen Video-Aufnahme, Foto-Aufnahme und Einstellungen. Über zwei weitere Knöpfe navigiert ihr und ändert die Werte. Ein vierter Knopf dient als Auslöser und zur Bestätigung von Änderungen. Mit Hilfe einer Anleitung im Netz (http://metropolitanmonkey.com/das-deutsche-handbuch-zur-sj4000-erklaerung-der-optionen-und-einstellungen/) kommt man auch sehr schnell dahinter, was die einzelnen Funktionen bedeuten, da die mitgelieferte Anleitung nur ganz wenig verrät. Wobei es einem die auf Deutsch konfigurierbare Menüsprache leichter macht.

Etwas anders sieht es aus wenn die Kamera im wasserdichten Gehäuse steckt. Die Knöpfe sind sehr schwergängig und die akustische Rückmeldung ist nicht besonders gut. Die Bedienung auf dem Helm ist somit so gut wie unmöglich.

sj4000

Qualität

Die Bild-/Filmqualität einer Action-Cam kann und sollte man nicht mit Aufnahmen etwa einer Spiegelreflex vergleichen. Die Zielrichtung ist ja in der Regel eine völlig andere. Ich habe die Auflösung der Kamera nicht auf Full-HD gehabt, da dort nur 30 Bilder pro Sekunde möglich sind, was für schnelle Bewegungen zu wenig ist. 1280×720 Pixel bei 60 Bilder pro Sekunde sollten aber für Internet-Filme oder Beamer-Übertragung lange reichen und 60 Bilder braucht man schon für sportliche Aufnahmen.

Die Bildqualität war im Allgemeinen wirklich gut – vor allem im Vergleich zum Preis des Gerätes. Bei dunkleren Stellen im Wald gehen aber Details verloren und das switchen zwischen Hell und Dunkel bereitet Probleme. Für Outdoor-Sport bei gutem bis durchschnittlichem Wetter sollte es jedoch reichen.

Sonstiges

Weniger toll ist die Akku-Laufzeit. Knappe 90 min hielt der Akku. Die Ladezeit Abends beträgt dann rund 4 Stunden – also bekommt man auch nur schwer mehrere Akkus in einer Nacht wieder voll, wenn es morgens gleich wieder auf die Piste geht. Also konzentriert man sich auf die wirklich interessanten Abfahrten.

Gesamteindruck

Die Qumox SJ4000 bringt in ihrer Preisklasse eine gute Leistung mit. Die Ausstattung stimmt und für viele Aufnahmen reicht die Qualität völlig aus. Die teureren Action Cams anderer Hersteller bieten inzwischen jedoch mit WLAN und Handy-Steuerung ein deutliches Plus an Komfort. Dies hätte ich mir hier auch gewünscht – immerhin ist die Bedienung im Gehäuse nur mit Sichtkontakt möglich.

1 Gedanke zu „Action Cam Qumox SJ4000 im Test“

  1. Letztens habe ich über eine Actioncam nen Bericht gelesen, die hat 20 Euro mehr gekostet und hatte WLAN. Weis allerdings nicht mehr wie die hieß. Auf jeden Fall sind die günstigen Cams Empfehlenswert für Einsteiger.

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