Bamboo Stylus fineline als elektronischer Kuli fürs iPad

Vor einigen Wochen stand ich während der Vorbereitung auf ein Meeting vor der Frage: Soll ich klassisch mit Zettel und Stift protokollieren oder nutze ich moderne Technik, sprich ein iPad, geeignete Software und die Stifteingabe. Ich wollte die Stifteingabe einfach mal testen und habe mir daher den Bamboo Stylus fineline bestellt.

Bisher hatte ich mich immer Stifteingabe entschieden, nicht weil Steve Jobs für seine Geräte keine Stifteingabe wollte, sondern weil mir die meisten Stifte nicht zugesagt haben. Ich arbeite seit Jahren mit Wacom Intuos und finde die Stifte und Eingabe dort ganz hervorragend. Die meisten Stifte für das iPad haben aber komische Spitzen, wegen der verwendeten Technik im iPad. Der Wacom Bamboo Stylus kommt dem klassischen Stift noch am nächsten (ähnlich auch die Stifte von Adonit, über deren Evernote Stift bin ich wieder auf das Thema gekommen).

Um eins vorneweg zu sagen: einfach mal loslegen und mit dem Stift schreiben war mir nicht möglich und so habe ich zum ersten Meeting dann doch wieder zu Papier und Kuli gegriffen. Man muss sich an die Arbeit mit dem Stylus und der glatten Oberfläche des iPad und der daraus resultierenden fehlenden gefühlten Rückmeldung erst einmal gewöhnen.

Dazu solltet ihr unbedingt die von Wacom bereit gestellte App „Bamboo Paper“ nutzen. Denn diese ermöglicht es, in gewohnter Weise beim Schreiben den Handballen aufzulegen, ohne dass nicht gewollte Striche auf das virtuelle Papier gelangen oder falsche Steuerbefehle aufgerufen werden. Damit das alles gelingt, setzt Wacom auf Bluetooth und das müsst ihr entsprechend aktivieren. Dadurch funktioniert dann auch die Taste am Stylus, mit der ihr auf die Radierfunktion umschalten und so schnell etwas löschen könnt. Die zum Adonit / Evernote Stift gehörende App „Penultimate“ funktioniert mit dem Bamboo übrigens ebenfalls recht ordentlich.

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Bei den ersten Versuchen ist die Schrift noch extrem „krakelig“ und vor allem habe ich Buchstaben nur riesig hinbekommen – ich wollte sie ja selber noch lesen können. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran und mit kleiner werdender Schrift bekommt man auch sinnvolle Mengen Text auf ein virtuelles Blatt Papier.

Dazu muss ich allerdings zugeben, dass ich kein Meister der Schönschrift bin und auch nicht besonders schnell schreibe. Ich kann noch nicht so recht beurteilen, ob das digitale Schrieben für mich nun eher Vor- oder Nachteil sein wird.

Zeichnen kann man mit dem Stift natürlich auch und eben Anmerkungen auf vorhandene Zeichnungen, Texte oder Fotos aufbringen – was freilich auch ohne Stift gehen würde, etwa mit der von mir gerne genutzten App „Notesuite“

Fazit

Der Bamboo Stylus fineline eignet sich nicht für jeden Anwender und nicht jeden Einsatz. Schnellschreiber werden an ihre Grenzen stoßen, aber für ein paar schnelle Zeilen zwischendurch eignet sich das Werkzeug ganz hervorragend. Auch für Illustrationen lässt sich der Stylus gut einsetzen und ermöglicht genaueres Arbeiten, als es mit dem Finger möglich wäre – wobei man den natürlich immer dabei hat. Für alle die Präzise zeichnen wollen eignen sich dann eher die Werkzeuge von Adobe, die allerdings auch in einer etwas anderen Preisregion angesiedelt sind.

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