Testbericht: Erstellen einer Dia-Show mit FotoMagico

In der dunklen Jahreszeit besinnen sich viele auf die Fotos aus dem letzten Jahr, die alle noch unberührt auf der Festplatte des Mac schlummern. Entweder man druckt die Fotos aus oder man erstellt eine Dia-Show. Ich bin bekennender Fan von Fotobüchern, Kalendern und anderen gedruckten Foto-Geschichten. Aber auch die Variante mit den Dia-Shows gefällt mir gut, da ich diese dann gemütlich im Wohnzimmer auf dem Fernseher ansehen kann, außerdem macht die Spielerei mit den Medien viel Spaß. Immer wieder nutze ich dazu Foto Magico. Der Hersteller hat das Programm im letzten Jahr mit einigen Updates versorgt, so dass ich mal wieder einen genaueren Blick darauf werfe.

Foto Magico ist in den letzten Jahren immer komplexer geworden. War es zu Beginn eine eher einfach gehaltene Software, mit der ihr eine einfache Diashow mit Übergängen versehen und mit Musik unterlegen konntet, lässt sich damit heute deutlich mehr anstellen. Allerdings ist damit auch die Bedienung komplexer geworden doch man kann immer noch mal auf die schnelle, eine schicke, kleine Show zu erstellen.

Aufbau, Bedienoberfläche und Co.

Die Oberfläche von FotoMagico teilt sich in drei Bestandteile auf: das Storyboard unten, den Medien- und Steuerbereich rechts und die Ansicht für Start und Ende einer eventuelle Animation. In der rechten Spalte finden sich die typischen Medienbereiche für Fotos, Musik und Videos, mit denen ihr auf die entsprechenden Daten im System, aber auch direkt in iTunes zugreifen könnt (und voraussichtlich die neue Foto-App, wenn sie denn irgend wann einmal erscheint). Zusätzlich könnt ihr dort Ordner mit den benötigten Daten platzieren, also etwa einen von euch zusammen gestellten Projekt-Ordner. Außerdem steuert ihr über das Parameter-Menü diverse Einstellungen zu den Medien, wie Dauer, Sichtbarkeit, Ein- und Ausblenden und und und.

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Eine erste, einfache Slideshow

Für eine erste Show wählt ihr rechts alle Fotos aus, die ihr verwenden wollt. Diese zieht ihr dann auf das Storyboard. Nach einigen Augenblicken erscheinen dort kleine Quadrate mit einem Vorschaubild. Zwischen den Clips wird ein gelbes (Übergangs-)Symbol angezeigt. Standardmäßig verwendet FotoMagico als Übergangseffekt „Überblenden“. Für eine schnelle Show könnt ihr das leicht ändern. Direkt nach dem Einfügen sind ohnehin alle Fotos ausgewählt. Daher begebt euch direkt in das Menü „Diashow / Übergangseffekt“. Dort gibt es die Auswahl „Zufall“, die euch die meiste Abwechslung bringt. Jetzt könnt ihr rechts aus dem Audio-Bereich noch eine Musik auswählen, wobei hier automatisch eure gesamten iTunes-Titel gelistet werden. Die Audio-Datei zieht ihr auch einfach in das Storyboard. Nun könnt ihr das Werk bereits über „Bereitstellen“ exportieren, wobei euch einige Apple-Formate, aber auch der direkte YouTube-Upload bereit stehen.

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Da geht mehr

Im zuvor gezeigten Abschnitt geht es darum Quick&Dirty schnell ein paar Fotos anständig zu präsentieren (was mit PulpMotion meiner Meinung nach sogar etwas besser funktioniert), die wirklichen Stärken zeigt FotoMagico immer dann, wenn ihr euch intensiv praktisch mit jedem einzelnen Clip beschäftigt. So ist es zum Beispiel möglich, mehrere Clips in einem Zeitfenster unterzubringen und so zum Beispiel zwei Hochformat-Fotos auf dem HD-Bildschirm nebeneinander anzuordnen (oder auch 4 Querformate). Diese könnt ihr einzeln animieren und so zum Beispiel ein Foto einfliegen lassen und eins rotieren oder einfach eines hinter dem anderen hervorholen. Dazu könnt ihr bei den Bilder, jeweils einzeln, einen Rahmen einfügen, ein Maske drüberlegen, die Farbe anpassen, die Sichtbarkeit animieren und die Animation als solche steuern. Was mich etwas stört: manchmal würde ich ein Foto gerne über mehrere Slots laufen lassen, sprich mit mehreren Fotos kombinieren. Das ist nicht ohne weiteres möglich, leider. Was ich bis her nicht genutzt habe, ist zum Beispiel Videos mit zu integrieren, was ebenfalls möglich ist. Diese eignen sich in besonderer Weise als Hintergrund und über deren Lauflänge könnt ihr mehrere Foto Ein- und Ausblenden, was wirklich was hermacht. Insgesamt bis zu 6 Ebenen an Fotos, Videos oder Titeln könnt ihr übereinander legen.

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Fazit

FotoMagico ist nicht das riesen Feature-Monster, mit dem man alles machen kann, was die Medien hergeben. Es ist eine Software, um seine Fotos in einer angenehmen Weise zu präsentieren. Wer hier großartige Effekte, wie explodierende Fotos und Spezialeffekte sucht, ist sicher verkehrt. Sicher ist das machbar, verlangt aber ungewöhnlich viel Zeit. Dafür bieten die vorhandenen Möglichkeiten, wie etwa die 6 sehr flexibel einsetzbaren Ebenen und die Integration von Videos viele Optionen, eine stilvolle Diashow zu erzeugen.
Wünschenswert wären allenfalls Templates / Vorlagen. Zwar gibt es eine Funktion, um Fotos die Eigenschaft „ist Platzhalter“ zuzuweisen, diese überzeugt mich jedoch nicht.

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