iCloud Mails und andere über Speedport 724 versenden

Mein Nachbar hat seinen IP Anschluss bei der Telekom ein paar Tage vor mir bekommen und klagte bereits über das Problem: Sein iPad versendete Mails über den Telekom Account, nicht aber über den standardmäßig eingerichteten iCloud Account. Der Grund war relativ schnell gefunden: er liegt beim neuen Telekom Router für den IP-Anschluss, dem Speedport 724.

Das Problem liegt in einem neuen Sicherheitsfeature, dass der Speedport 724 implementiert hat: einer Whitelist für Mail-Server. Der Speedport 724 lässt im Gegensatz zu seinen Vorgängern den Mail-Versand nur bei bestimmten Mail-Servern zu. Eine ganze Reihe bekannter Server, angefangen von der Telekom, über Google, GMX und Ähnlichen ist in dieser Liste bereits eingetragen, nicht jedoch die Server des iCloud-Dienstes und natürlich auch nicht eventuelle eigene Server, über die ihr Emails versendet.

Das Problem lässt sich relativ einfach lösen.

Versucht zunächst eine Email über den iCloud-Account zu versenden. Nach einer Weile erhaltet ihr eine Fehlermeldung (das kann eine ganze Weile dauern, je nach dem, wie oft und wie lange euer Mailprogramm versucht, den Server zu erreichen):

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Merkt euch auf jeden Fall schon mal die Server-Adresse die dort angegeben ist (hier: p03-smtp.mail.me.com auf dem iPad), ihr braucht diese im nächsten Schritt noch. Am Mac ruft ihr dazu Apple Mail auf und dort „Einstellungen / Accounts“. Der Server ist dort direkt eingetragen.

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Jetzt ruft ihr im Browser die Konfigurationsseite des Speedport auf (über die Adresse speedport.ip oder die IP-Adresse, die von Hause aus 192.168.2.1 lautet).

Dort geht ihr in den Bereich „Internet“ und navigiert dort zum Punkt „Liste der sicheren Email Server“. Über das kleine Dreieck klappt ihr die Liste auf. In dem Kasten stehen alle von der Telekom eingetragenen Server. Der Bereich darunter dürfte leer sein. Über „Weitere E-Mail-Server eintragen“ ruft ihr ein Eingabefeld auf.

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In das Eingabefeld tragt ihr die eben in der Fehlermeldung gezeigte Server-Adresse ein und klickt auf „speichern“. Sobald der Speedport mit dem Speichern fertig ist, sollte das Senden eurer E-Mails funktionieren.

Das gleiche gilt natürlich auch für Server, die ihr selber bei einem Provider mit eurer Adresse verwendet, wie ihr an den zusätzlichen Einträgen bei mir seht.

6 Gedanken zu „iCloud Mails und andere über Speedport 724 versenden“

  1. Du bist meine Rettung, lieber Andy 😉
    Schon bei meinem letzten Besuch in Deutschland konnte ich keine Emails über mein iPad verschicken 🙁 Nun bin ich wieder geschäftlich hier, nutze den Anschluss mit meinem Mac bei einer Freundin, und stehe schon wieder vor dem gleichen Problem!!! Meine Kunden sind „not amused“ weil sie auf meine Emails warten. Dank Deiner super leicht verständlichen Anweisung, gerade für blonde Frauen 😉 , konnte ich meine Buchungen noch retten 😉 Ich bin Dir sehr dankbar… und ganz froh, dass es „solche Tricksereien“ nicht auf Teneriffa gibt 😉 Sonnige Grüße, Anette

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  2. Hi Andi! Danke für die Anleitung… du hast mir den Abend gerettet, denn ich habe seit Stunden gerätselt, warum ich bei einer Freundin einfach keine Mails versenden kann, aber Mails empfange. 🙂 Ich habe nun kurzerhand die Liste der sicheren Mail-Server deaktiviert… Hat geholfen!
    Viele Grüße!

    Jens

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      • Ja, so geht es natürlich auch. Damit schaltet man halt doch ein Stück zusätzliche Sicherung aus. Ich denke, die Mühe ist nicht so groß, als dass man nicht einmalig einen zusätzlichen Server eintragen kann.

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        • Hi Andi,
          Danke, hat super geklappt!
          Vor einigen Tagen mit Dir Schritt für Schritt an meinem Bildschirm durchexerziert, hätte ich es ohne obige Anleitung heute trotzdem nicht geschafft. Und tatsächlich: Einfach alle Server per Deaktivieren des Schutzes zulassen, ist nicht nötig, besser Anleitung oben folgen!
          Schönes Wochenende,
          Gruß, Hans

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          • Hallo Hans,

            freut mich, dass ich dir helfen konnte. Ja, die Funktion ist ja nicht ganz umsonst eingebaut, auch wenn es zunächst etwas ungewohnt und lästig erscheint.

            Viele Grüße
            Andreas

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