Praxis-Bericht: Objektiv Sigma 18-250 mm F3.5-6.3 DC Macro OS

Im heutigen Artikel möchte ich auf eine meiner letzten Anschaffungen bezüglich Foto-Equipment eingehen: mein erstes Mega-Zoom-Objektiv. Diese Objektiv-Gattung ist zu recht umstritten, muss der Hersteller doch jede Menge Kompromisse eingehen. Doch für einige Zwecke möchte ich das Objektiv nicht mehr missen.

Die Kompromisse bei der Herstellung sind folgende: ein großer Zoom-Bereich muss mit einer halbwegs vernünftigen Helligkeit einhergehen, daneben darf das Objektiv nicht zu groß sein (Stichwort: Reiseobjektiv) und dabei soll so ein Objektiv natürlich noch halbwegs bezahlbar bleiben.

Die beiden Hersteller Sigma und Tamron bieten solche Superzooms seit einiger Zeit an, wobei Tamron immer ein wenig mehr Zoom bietet, nämlich beim aktuellen Modell 16-300 mm. Ich habe mich dennoch für das Sigma entschieden, da ich mein Sigma 50-150 von der Verarbeitung besser fand, als mein Tamron 17-50 und ich gerade bei einem überall dabei Objektiv etwas stabiles haben wollte.

18-250_makro_aufsicht

Bei mir kam das Sigma bisher vor allem bei Sportaufnahmen zum Einsatz. Sport? Da haben die Fotografen sonst doch immer die Monster-Festbrennweiten am Start! Das mag sein, aber abgesehen davon, dass ich für ein solches Objektiv schlicht kein Geld habe, ist es für meine Zwecke schlicht ungeeignet.

So kam das Objektiv zum Beispiel beim Mountain-Bike-Event IXS Downhill Cup zum Einsatz. Dort bin ich direkt vor Ort am Berg auf der Suche nach dem besten Moment, da stören große Objektive mehr, als sie nützen.

Ähnlich ging es mir beim Football und Rugby. Dort möchte ich ebenfalls dicht am Geschehen sein und muss daher viel laufen – was mit nem Monster.Objektiv wenig Spaß macht.

Mein Sigma 50-150 / 2.8 ist dafür prinzipiell perfekt geeignet, da es, gerade im Wald, eine Ecke lichtstärker ist und daher an der MTB Strecke mein Lieblingsobjektiv.

Das 18-250 hat aber auch seine Vorteile. Denn manchmal kommen einem die Fahrer doch noch näher und dann kann ich schnell in den WW Bereich zoomen oder umkehrt, wenn ich mal eine Ecke nur schlecht erreiche, denn Zoombereich nach oben nutzen.

Beim Football oder anderen Mannschaftssportarten ist es ähnlich. Die Szene findet mal am anderen Ende des Spielfeldes statt oder manchmal stürmen die Sportler direkt auf einen zu.

Aber auch bei Events ist der Zoom-Bereich sehr praktisch einsetzbar und besser zu handhaben, als mein übliches Set mit zwei Kameras und 17-50 plus 50-150 mm Objektiv.

Gerade bei diesen Fotos kommt es auch nicht auf das letzte Quentchen Bildqualität an, sondern oft eher darauf, den richtigen Moment perfekt einzufangen.

Und nur das kann auch der Zweck des Sigma sein. Es entstehen sichtbare Randabdunklungen und auch Verzerrungen in den Bildrändern, doch bei den genannten Aufnahmen spielt das nicht die große Rolle. Auch findet ihr Farbverschiebungen an Kanten, doch das wird bei Sport-, Event- und Urlaubsfotos das Bild nicht zerstören.

Natürlich werde ich meine Shootings (Hochzeit, Portrait, Model usw.) nicht mit diesem Objektiv durchführen, da bieten die teureren Objektive mit geringerem Zoom oder Festbrennweiten deutlich mehr Qualität. Aber gerade bei Sport und Events möchte ich auf das Mega-Zoom nicht mehr verzichten.

Was ich ganz vergessen habe, den Preis! Der UVP auf der Herstellerseite beträgt recht stattliche 749,- €. Bei Online-Händlern findet ihr jedoch deutlich günstigere Preise, etwa bei Amazon*, wo ich mein Objektiv ausnahmsweise gekauft habe, für heute (7.8.14.)zum Beispiel 302,89 €.

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* Der Kauf der Software über die Partner-Links hilft, meine Webseite zu finanzieren. Zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht.

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