Watchever: Dem Service von „Immer gucken“ auf den Zahn gefühlt

Vor einigen Wochen habe ich mal (kurz) den Service von Amazon Prime Video getestet. Nun war es mal an der Zeit, sich mit dem Mitbewerber „Watchever“ zu beschäftigen. Der Test war ebenfalls nicht besonders ausführlich, da die Fussball WM meine normalen Sehgewohnheiten und Zeitplanung gehörig durcheinander gewürfelt hatte.

Technische Voraussetzungen

Watchever lässt sich auf einer ganzen Reihe von Plattformen nutzen. Interessant für mich ist dabei derzeit der Mac selber und natürlich das iPad, ein Apple TV habe ich (leider) noch immer nicht. So muss ich auf Mac und iPad zurückgreifen, obwohl ich aus einigen Internet-Berichten gehört habe, dass es mit Apple TV einwandfrei funktioniert und man entsprechend eine schöne Ergänzung zum sonstigen TV-Angebot im Wohnzimmer hat.

Am Mac benötigt ihr zur Nutzung von Watchever MS Silverlight. An und für sich kein Problem. Allerdings will bei mir Firefox partout das installierte Plugin nicht erkennen und so bleibt als Browser zum Öffnen des Watchever-Angebotes nur Safari. Da funktionierts aber reibungslos. Auf dem iPad gibt es eine entsprechende App, die einmal installiert den Anmeldekram übernimmt. Wenn ihr andere Geräte oder Software nutzen wollt, zeigt euch die Watchever-Seite Geräte- und Systemcheck, ob es für euer Gerät eine passende Lösung gibt.

Das Angebot

Das Angebot von Watchever kann besonders Serienfreunde überzeugen. Während man im Bereich von Videos doch den ein oder anderen Film vergeblich sucht und dabei meine ich nicht nur aktuelle Chartbuster, sondern auch diverse Klassiker, bietet der Serienbereich eine interessantere Auswahl für Serienfreunde. Schade nur, dass ich mehr auf klassische Action-Streifen und Komödien stehe. Ein paar Abende kann ich mit dem Angebot von Watchever sicher gut rumbekommen, einen langen, kalten Winter aber eher nicht. Da ist es schon gut, dass es noch die ein oder andere Sportart gibt, die einem Abwechslung ins Fernsehprogramm zaubert.

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Problematisch bei Streaming-Angeboten ist natürlich immer die Übertragungsqualität. Dies ist bei Watchever nicht anders und zur Prime-Time kann es schon einmal vorkommen, das die Server überlastet sind und es zu kleinen Aussetzern kommt. Am besten ist es dann, sich rechtzeitig mit der Offline-Variante eines Filmes zu versorgen. Hat man Filme im Offline-Modus gespeichert, genügt es sich ab und zu bei Watchever einzuloggen, um seinen Status zu verifizieren. Es ist dabei nicht notwendig, größere Datenmengen zu laden, was bei der Nutzung eines iPad Unterwegs ärgerlich oder sogar recht teuer wäre.

Fazit

Watchever bietet für 8,99 Euro ein gutes Angebot an Serien und zahlreiche Filme, vom abgenudelten Klassiker, bis zu neueren Kino-Hits. Maxdome bietet etwas mehr an Filmen und verlangt einen Euro pro Monat weniger. Noch günstiger ist Amazon Instant Video im Prime-Angebot, allerdings ist dort die Filmauswahl noch einmal geringer und was besonders ärgerlich ist: in der Suchfunktion werden Prime-inklusive und kostenpflichtige Filme munter gemischt.
Bei allen Angeboten, die ich mir bisher angesehen habe, scheint mir die Zielgruppe unklar zu sein. Die meisten Dienste lassen sich daher wohl nur im Bundle verkaufen, wie etwa Maxdome mit Internet-Vertrag, Instant Video mit Amazon Prime und wo bleibt da Watchever?
PS: Es soll tatsächlich auch noch Menschen mit sogenannten DVD-Playern geben, die ihre Fernsehabende damit gestalten 😉

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