Adobe Lightroom für iPad veröffentlicht

Schon lange war bekannt, das Adobe eine Version des RAW-Verarbeiters Lightroom für das iPad in Vorbereitung hat. Seit gestern steht das Programm im App-Store kostenlos zur Verfügung, allerdings nur für eine ausgewählte Nutzerschar.

Um Lightroom für das iPad überhaupt benutzen zu können, benötigt man einen Account der Adobe Creative Cloud Dienste, entweder den Einsteiger-Tarif für Fotografen (12,29 € im Monat), ein Standard- oder Firmen-Abo oder ein Schüler- und Studenten-Abo. Ohne die Zugangsdaten dafür, bewegt ihr euch mit Lightroom für das iPad keinen Fingerzeig.

Natürlich bietet die iPad Version nicht den vollen Funktionsumfang der Desktop-Variante, dafür ist es auch nicht gedacht. Lightroom für iPad ist der Begleiter für Unterwegs, um mal eben kleinere Arbeiten vorzubereiten oder Fotos zu zeigen oder zu versenden. Daher ist es auch notwendig, die Desktop-Variante auf LR 5.4 upzudaten. Nur die neueste Ausgabe ist in der Lage, mit LR iPad über die Cloud zu kommunizieren und die Änderungen korrekt zu übernehmen.

Was kann Lightroom für iPad?

Mir fiel sofort auf, was LT iPad nicht kann: Sterne-Wertung vergeben. Das hatte ich mir eigentlich so vorgestellt: Katalog laden und gemütlich im Sessel die Galerien durchschauen und Fotos auswerten. Leider hat es nur die Markieren-Funktion in die iPad Version geschafft.
Die Bearbeitungsmöglichkeiten beschränken sich auf das Sinnvolle und sind zudem gut umgesetzt. Adobe verzichtet auf unsinnige Symbole, sondern arbeitet mit Klartext. Die Werkzeuge ruft ihr über die Icons am untersten Rand auf und darüber erscheint eine Leiste mit Kästchen in denen die Regler mit Namen und den aktuellen Werten angezeigt werden. Tippt ihr einen Regler an, erscheint ein Schieberegler darüber, mit dem ihr die Werte festlegt. Doppeltippen auf den Regler stellt den Nullwert ein – so wie vom Desktop gewohnt. Ein erster Regelbereich umfasst die bekannten Grundeinstellungen und bietet damit eine gute Möglichkeit, vorarbeiten zu leisten. In einem zweiten Bereich stehen die unterschiedlichen Lightroom Vorgaben aus dem Standard-Satz zur Verfügung. Als letzte Option könnt ihr das Bild beschneiden, wozu mehrere Seitenverhältnisse angeboten werden.

Das war es dann auch schon mit den Werkzeugen. Der ein oder andere wird jetzt sagen: so wenig? Doch Lightroom ist ein Werkzeug, großartige Spielereien waren nicht zu erwarten. Die angebotenen Werkzeuge lassen sich aber auf dem iPad sehr gut und präzise nutzen. Das Ergebnis wird umgehend in die Cloud übertragen und mit der Desktop-Version synchronisiert. Dort können dann Feinheiten ausgearbeitet werden. Das sieht mir insgesamt nach einer wirklich sinnvollen Lösung aus. Ein echtes Fazit lässt sich sicher erst nach ein paar Wochen intensiver Arbeit ziehen.

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