Angesehen: kindle paperwhite

Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, mir ein kindle paperwithe mal länger aus der Nähe anzusehen und auch mal einige Zeit darin zu lesen. Meinen Eindruck von dieser neuen Art „Bücher“ zu lesen, möchte ich euch heute vermitteln.

Um eins vorneweg zu sagen: Meinem iPad bleibe ich treu, es ist ja kein „Taschenbuch“, sondern eher der Taschencomputer. Und als leidenschaftlicher Fotograf fehlt mir dann doch etwas Farbe 😉

Erste Begegnung

Man kann sagen, was man will, aber Apple scheint einiges richtig zu machen und das fängt beim sorgfältigen Packungsdesign an. Amazon hat hier offenbar ein wenig abgekupfert, denn das paperwhite kommt in einer schön gestalteten Pappschachtel mit sorgfältig verpacktem Inhalt daher. Was als erstes auffällt: es liegt lediglich ein USB-Kabel bei, das separate Ladegerät erscheint eben nicht zufällig sehr prominent auf der Bestellseite.

Inbetriebnahme

Für die Erstinbetriebnahme ist die Nutzung einer WLAN-Verbindung notwendig, damit stellt man die erste Verbindung zum Kundenkonto bei Amazon her. Kein Problem für einen geübten Internet-Nutzer, meiner Nachbarin, die demnächst nur noch am Lesen sein wird, musste ich dabei dennoch erst einmal unter die Arme greifen. Wenn die Ersteinrichtung geschafft ist, geht jedoch alles wie von Geisterhand. Ihr surft ein bisschen bei Amazon rum, sucht ein eBook und kauft es, ein paar Sekunden später taucht es bereits auf dem kindle auf und ihr könnt schmökern.

Mein Eindruck

Mein erster Eindruck vom paperwhite: wow, der ist wirklich leicht! Allerdings muss ich sagen, kommt er mir auch relativ klein vor, nicht im Vergleich zum iPad, sondern zu einem handelsüblichen (Taschen-) Buch. Da verwundert es kaum, dass viele Leser gleich zu Zoom-Funktion greifen und die Schriftdarstellung ändern. Apropos Darstellung. Amazon verspricht nicht zu viel, wenn sie die Lesequalität hervorheben. Die Darstellung ist wirklich angenehm, wobei ich die Helligkeit ein wenig herunter geregelt habe. Blütenweißes Papier ist nicht so meins, es darf ruhig etwas „grau“ sein. Das Blättern-Feeeling ist eingängig und für mich vom iPad gewohnt, aber auch meine Nachbarin hat es automatisch so versucht. Also insgesamt für den den Zweck eine 1 in der Bewertung. Bei den Einstellungen war mir aufgefallen, dass die Wechsel der Ansicht nicht so sauber verlaufen, da bleibt schon hier und da mal ein Haufen Pixel stehen. Beim Blättern selber ist das nicht der Fall. Da man das kindle aber zum Blättern und nicht zum Wuseln in Menüs verwendet, gibt es daran wenig zu kritisieren.

Fazit

Im Gegensatz zum iPad ist das kindle paperwhite auf das Lesen längerer Texte optimiert, von der Darstellung, aber auch von der Batterielaufzeit her. Für andere Zwecke sollte man das Gerät nicht nutzen, auch wenn es theoretisch möglich ist, aber da gibt es definitiv bessere Alternativen. Wer sowohl auf einem leichten Gerät lesen, aber auch die volle Farbenpracht des Internets genießen will und vielleicht noch ein paar Apps nutzen will, ist dann mit nem iPad mini besser bedient.
Und kaufe ich mir persönlich nun ein kindle? Nein! Nicht weil mich das Gerät nicht überzeugt. Aber ich lese wenn dann im Urlaub, im Freibad, am See. Da ist mir ein Taschenbuch für ein paar Euro doch lieber. Wer viel liest, dem kann ich einen eBook-Reader aber durchaus empfehlen.

PS: Das Thema DRM und Bindung an einen habe ich hier bewusst ausgeklammert. Ich finde, es spielt für die meisten Leser, die ohnehin aus Bequemlichkeit bei Amazon ihre Bücher bestellen würden, kaum eine Rolle.

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1 Gedanke zu „Angesehen: kindle paperwhite“

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