Test und Vorstellung: Kalorienzähler für iOS von MyFitnessPal

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Eigentlich wollte ich nur ein Update zur Fitness-App von MyFitnessPal schreiben, bis mir auffiel: ich habe darüber bisher nur auf anderen Plattformen geschrieben. Es wird Zeit, diese tolle App für Fitness-Freaks und Ernährungsbewusste auch hier mal vorzustellen.

MyFitnessPal ist eine App für iOS, mit der ihr sehr einfach eure tägliche Nahrungsaufnahme notieren könnt. Gerade jetzt zum neuen Jahr mit all den guten Vorsätzen, kann dies nützlich sein, falls ihr euch vorgenommen habt, abzunehmen ohne zu hungern. Bei (männlichen) Sportlern ist es meist umgekehrt, hier soll noch etwas zugelegt werden, ohne viel Fett aufzubauen.

Konzept

Wie die Mitbewerber MyFatSecret und FDDB ist auch MyFitnessPal in einen Webservice integriert. Entsprechend ist auch diese App kostenlos und in vollem Umfang nutzbar, auch wenn einige Features, besonders wenn es um die Konfiguration geht, nur über die Webseite erreichbar sind. Für iPhone und iPad gibt es im Übrigen unterschiedliche Versionen der Software. Die iPad Version, genannt MyFitnessPal HD, bietet nicht nur eine angepasste Oberfläche, sondern auch etwas mehr Funktionalität, was zum Teil einfach durch den zur Verfügung stehenden Raum möglich ist. So werden im Gegensatz zur iPhone-Version die Nährwerte für Mahlzeiten separat angezeigt, während das iPhone nur die tägliche Gesamtsumme ausgeben kann. Beide Apps sind gut programmiert und auf Deutsch übersetzt und dazu kostenlos, womit verdient der Anbieter also sein Geld? So wie es scheint, mit der Werbung auf der Webseite, wobei der Fitness-Sektor natürlich einer der kreativsten der Werbebranche ist. Durch die Anbindung an diverse Software und Geräte lässt sich hier sicher auch einiges an Umsatz erzielen. Es ist entsprechend auch unbedingt erforderlich, zur Nutzung der App, ein Konto bei MyFitnessPal anzulegen, selbst wenn man die Internetseite nicht nutzen will.

MyFitnessPal Fitnessziele
MyFitnessPal Fitnessziele

Datenerfassung

Die Datenerfassung erfolgt unabhängig vom Gerät, da sämtliche Daten umgehend synchronisiert werden. Am einfachsten geht dies über den integrierten Strichcodeleser. Dieser ist sehr gut, erkennt auch Codes auf Dosen oder zerknitterten Tüten sehr gut und greift auf eine sehr große Datenbasis zurück. Gibt es keinen Strichcode, sucht ihr in der großen Datenbank. Das geht recht fix und genau. Noch besser wird es, wenn ihr die ersten Mahlzeiten eingegeben habt. Dann könnt ihr schnell auf diese „Kürzlich verwendeten“ Einträge zurückgreifen, wahlweise global oder auf eine Mahlzeitensparte beschränkt. Zudem könnt ihr Mahlzeiten kreieren, die ihr häufiger verwendet. Gebt ihr zum Beispiel alle Zutaten für euer Frühstück ein, braucht ihr nur zwei Fingertipps, um diese als Mahlzeit zu speichern. Die Mahlzeit steht euch dann immer zur Verfügung, einfacher geht es fast nicht. Standardmäßig gibt es vier Mahlzeiten: Frühstück, Mittag, Abends und Snack. Auf der Internetseite! könnt ihr jedoch noch zwei weitere Mahlzeiten anlegen und somit euren Tag noch besser einteilen.

Anmerkung: Diese Funktion habe ich gefunden, als ich dem Service eine Mail diesbezüglich schicken wollte und vorher aber mal die FAQ gelesen habe 😉

Habt ihr es mal ganz eilig, gibt es auch die Möglichkeit, nur schnell die Kalorien hinzuzufügen. Ist natürlich für Sportler, die Low Carb oder Low Fett oder sonst was beachten, keine wirkliche Lösung.

MyFitnessPal Ernährungstagebuch
MyFitnessPal Ernährungstagebuch

Auswertung

MyFitnessPal bietet eine umfangreiche Auswertung. Schon im Ernährungstagebuch findet ihr alle Werte zu Kalorien und den Makronährstoffen aufgezeigt. Beim iPhone stets als Gesamtwert in MyFitnessPal HD zusätzlich für jede einzelne Mahlzeit. Einen Schnellüberblick erhaltet ihr über das Tortengrafik-Symbol. Hier wird angezeigt, wie die Makros Fett, Kohlehydrate und Fett verteilt sind. Habt ihr eine genaue Einteilung vorgesehen (geht auf der Webseite) habt ihr einen schnellen Überblick, ob ihr nahe am Ziel seid und könnt so die restlichen Mahlzeiten planen. Eine genaue Analyse des Tages erhaltet ihr in Tabellenansicht. Dort werden die Fette nochmal separiert in gesättigte, unges. usw. Zudem werden einige Salze, sowie Vitamine, sowie Eisen und Zucker ausgewiesen. Ein Gewichtsverfolger ist ebenfalls integriert, so sehr ihr den Erfolg eurer Diät.

Konfiguration und Sport

Einen Teil der Konfiguration ermöglichen die beiden Apps direkt. Weit aus mehr Optionen bietet allerdings die Internetseite. Dort könnt ihr zum Beispiel die gewünschte Kalorienzahl vorgeben (in der App wird diese automatisch aus euren Daten berechnet) außerdem die Nährstoffverteilung, diese ist in der App fest eingeteilt. Da alle Daten synchronisiert werden, stehen euch die Werte natürlich dann auch mobil zur Verfügung. Für sportliche Aktivitäten gibt es einen Ausdauer- und einen Kraftbereich. Während das Krafttraining nur für eure Information geeignet ist (wobei ihr dafür sicher ein separates Trainingsprogramm, wie etwa GymGoal 2 verwendet (siehe Artikel hier). Im Ausdauerbereich werden auch die Kalorien angegeben und entsprechend der Tagesbilanz hinzugefügt. Dort gibt es auch wieder einen Eintrag Fitness-Training, den man als fleissiger Besucher eines Fitness-Studio verwenden kann.

MyFitnessPal Sport
MyFitnessPal Sport

Fazit

MyFitnessPal ist bisher das beste Programm, das ich als Kalorienzähler verwendet habe. Vorher nutzte ich MyFatSecret, aber dort störte mich in letzter Zeit das schlechte Scan-Ergebnis, Updates machten das Programm eher schlechter, als besser. Bei MyFitnessPal war ich auch zunächst am zweifeln. Ihr solltet unbedingt die Webseite und die App in Kombination nutzen, dann erschließen sich einfach weitere Funktionen, die MyFitnessPal zum Besten machen, was ich bisher in der Hand hatte.

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3 Gedanken zu „Test und Vorstellung: Kalorienzähler für iOS von MyFitnessPal“

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