Collagen erstellen mit Mac-Software

Vor ein paar Wochen habe ich bereits ein paar Apps zur Erstellung von Collagen am iPhone präsentiert. Im heutige Artikel soll es um die gleiche Softwaregattung auf dem Mac gehen.

In meinem Artikel vom Oktober konnte ich mich für Moldiv begeistern, welches nicht nur unter iPhone-Gesichtspunkten, wirklich gute Features mitbringt. Von denen ich zumindest eines bei meinen Recherchen unter Mac-Anwendungen vermisst habe. Aber schauen wir einfach mal, was der Mac-Markt in dieser Hinsicht so bietet: Wenn ihr einen Blick auf den App Store werft und dort das Suchwort „Collage“ eingebt, werdet ihr von Suchergebnissen quasi erschlagen. Da wird es schwierig, die für euch selbst geeignete Software zu finden. So ging es auch mir und mit meinem Fund bin ich bislang leidlich zufrieden. Dennoch mache ich mit dieser App einmal den Anfang.

Preise und die Links zu den Programmen findet ihr noch einmal gesammelt am Ende des Artikels!

Turbo Collage

Turbo Collage habe ich getestet, da die Bewertungen im App Store eigentlich durchweg positiv waren. Die App kostet normaler Weise 9,99 Euro, wird aber seit vielen Wochen zum halben Preis angeboten. Es gibt vom gleichen Anbieter eine App mit dem Namen „Collage Creator lite“ die man als Testversion für Turbo Collage bezeichnen kann, da sie die gleiche Aufmachung hat, aber lediglich mit einer Art von Collagen aufwarten kann. Die Vorgehensweise ist bei nahezu allen Collage-Apps gleich und Turbo Collage macht hier keinen Unterschied. Zunächst wählt man den Foto-Bereich aus und füllt diesen (zumeist per Drag & Drop) mit den gewünschten Fotos. Anschließend wählt man die Art der Collage aus und legt die Größe und Ausrichtung fest. Danach geht man an die Feinheiten, tauscht einzelne Fotos aus, richtet den Ausschnitt und fügt ggf. Texte hinzu. Turbo Collage besitzt 5 verschiedene Typen: Klassisches Mosaic mit unterschiedlich großen Einzelbildern, Center Frame, ein Mosaic mit einem zentralem, größeren Foto, Grid, also ein festes Raster, Zig Mosaic mit schrägen Kanten und Picture Pile, als eine Art auf den Haufen geworfene Papierfotos. Habt ihr den Typen ausgewählt, legt ihr noch die Größe fest (es stehen verschiedene Bildschirm- und Ax-Formate bereit oder ihr legt ein eigenes Format fest und bestimmt die Ausrichtung. Mit zwei Schiebereglern stellt ihr den Abstand der Bilder und die Abrundung der Ecken ein. Es ist möglich den Hintergrund transparent zu gestalten, einfarbig oder mit einem weiteren Bild aus eurem Fundus. Ein konfigurierbarer Schattenwurf macht das Ergebnis etwas handfester. Nun könnt ihr noch die einzelnen Bilder bearbeiten. Ein Tausch zwischen den einzelnen Kästchen erfolgt, in dem ihr zwei Fotos übereinander zieht. Ansonsten könnt ihr den Zoomfaktor und die Lage des Fotos im festgelegten Rahmen bestimmen. Mehr zu bearbeiten gibt es hier kaum. Jedoch lassen sich damit bereits sehr schöne Collagen erstellen. Besonders die Vorlage mit dem zentralen Großfoto gefällt mir und lässt sich vielfältig einsetzen.

Turbo Collage
Turbo Collage

CollageIt 3 Pro

CollageIt 3 Pro ist der Nachfolger von CollageIt, das ich mir vor einiger Zeit angesehen habe und von den Möglichkeiten nicht so begeistert war. Mit der neuen Version hat sich das ein wenig geändert. CollageIt 3 Pro kostet derzeit 4,49 Euro, wird aber normaler Weise für 14,99 Euro angeboten. Also vielleicht einmal CollageIt 3 Free testen und dann schnell entscheiden. Das prinzipielle Verfahren ist das gleiche, wie bei Turbo Collage, überhaupt ähneln sich sämtliche Programme, die ich gefunden habe, nicht nur in der Arbeitsweise, sondern auch sehr stark in der äußeren Aufmachung. Im Gegensatz zu Turbo Collage kennt CollageIt auch Vorlagen, nicht nur verschiedene Typen. Diese sind mal mehr mal weniger schick gestaltet. Ich verwende diese jedoch nur als Startpunkt, da mir die überall hinterlegten Hintergründe nicht sonderlich gefallen und der entsprechende Schalter immer als erstes umgelegt wird, sprich die Konfiguration des Hintergrundes wird von Muster oder Bild auf Farbe umgestellt. Habt ihr die Vorlage gewählt, und die Anzahl der verwendeten Fotos festgelegt (beziehungsweise die Fotos einzeln den Platzhaltern zugeordnet), könnt ihr weitere Einstellungen vornehmen. So könnt ihr festlegen, wieviel Platz um die Platzhalter bleiben soll und auch welchen Abstand die Collage zum Papierrand haben darf. Danach geht es zum Bereich Fotoeinstellungen, den ihr über die Symbole am rechten unteren Fensterrand aufruft. Dort definiert ihr Rahmen, Schatten und Bildeffekte. Soweit handelt es sich um ähnliche Funktionen, wie bei anderen Programmen. Oben rechts findet ihr jedoch zwei Buttons „Autom“ und „Freier“. Wenn ihr auf „Freier“ umschaltet, könnt ihr die Vorlagen bearbeiten. Im Gegensatz zu allen anderen Programmen, die ich in der Hand hatte, könnt ihr in diesem Modus die einzelnen Platzhalter individuell verändern, sprich die Größeneinteilung selber vornehmen und so zum Beispiel einige Felder etwas größer ziehen oder in das passende Format ändern. Insgesamt ist das ein iTüpfelchen auf den Möglichkeiten von CollageIt 3 Pro, so dass ich das Programm in Zukunft wohl öfter nutzen werde.

Collage It 3 Pro
Collage It 3 Pro

PicFrame

PicFrame ist mit 0,89 Euro ein Zwitter, zwischen den Bezahlprogrammen und den Lite Versionen. Das Programm besitzt im Übrigen zum gleichen Preis eine iOS-Variante, die gegenüber der Mac-Variante einen Ausstattungspunkt mehr: Instagram-artige Filter. Wer sehr viele Fotos in einer Collage verarbeiten will, ist bei PicFrame nicht so gut aufgehoben. Die Rahmen-Vorlagen bieten nämlich im Höchstfall Platz für 9 Fotos. Vorteil bei der eher geringen Anzahl ist natürlich, dass alle Fotos in einer vernünftigen Größe angezeigt werden. Insgesamt ca. 70 Vorlagen bringt PicFrame mit. Und das Besondere: Die Rahmen könnt ihr einfach mit der Maus verschieben, also die Collage in Grenzen anpassen – etwa an das Format der Fotos. Ansonsten bietet PicFrame einige unterschiedliche Seitenverhältnisse an, wobei die endgültige Größe erst beim Export festgelegt wird. Über das Malkasten-Symbol ruft ihr die Einstellungen zum Hintergrund auf, also Farbe oder Muster und nehmt hier die Einstellungen für die Rahmenstärke und die Rundung der Ecken vor. Kleiner Nachteil von PicFrame: ihr müsst die Fotos jeweils einzeln einem Rahmen zuweisen, entweder umständlich über den Dateidialog oder per Drag&Drop. Ich habe die Fotos direkt aus Pixa rübergezogen, das ging prima und mit einem anderen Programm hat man dann auch eine sehr gute Übersicht. Insgesamt bietet PicFrame nicht ganz so viele Optionen. Die Möglichkeit schnell mal einen Rahmen an das Fotoformat anzupassen ist aber klasse und die Exportergebnisse sind ebenfalls qualitativ hochwertig. Für Collagen mit wenigen Bildern also sehr gut geeignet.

PicFrame
PicFrame

Picture Collage Maker 3

Der Picture Collage Maker 3 stammt vom gleichen Hersteller, wie CollageIt, weswegen auch das Design sehr ähnlich ist, wenn auch die Zielrichtung eine deutlich andere darstellt. Das Programm kostet normaler Weise 24,99, wird aber derzeit für 17,99 Euro angeboten, außerdem gibt es eine Free Version der Software mit eingeschränktem Funktionsumfang. Picture Collage Maker ist Spezialist für Formen. Hier startet normaler Weise alles mit Der Auswahl einer Vorlage. Diese zum großen Teil amerikanisch anmutenden, farbenfrohen oder auch kitschigen Grafiken bieten Platzhalter für die Fotos. Die Platzhalter kommen in der Regel nicht als einfache Rechtecke daher, sondern in vielen unterschiedlichen Formen. Am linken Fensterrand sind dann diverse Bildquellen aufgelistet: Lightroom-, Aperture, und iPhoto-Bibliotheken, sowie verschiedene Standard-Ordner. Wer viele Bilder sein eigen nennt, kommt aber mit diesen Möglichkeiten nicht sehr weit – die Vorschauen sind klein und recht langsam. Fotos lassen sich jedoch auch von anderen Programmen per Drag&Drop einfügen. Bei Picture Collage Maker geht es bunt und fröhlich zu. Wer es mag, kann damit gut Bilder gestalten. Diese unterscheiden sich von den Mosaic-Vorlagen der anderen Programme deutlich. Die Free-Version besitzt weniger Vorlagen, Größen, Rahmen und Grafiken, wie die Pro Version, außerdem fehlt ihr die Rückgängig-Funktion. Allerdings lassen sich auch damit bereits zahlreiche Fotos erzeugen und mit Rahmen, Hintergründen und Formen versehen.

Picture Collage Maker 3
Picture Collage Maker 3

contour collage

Sehr speziell sind auch die Ergebnisse von contour collage. Das mit 17,99 Euro nicht ganz günstige Programm erzeugt, man errät es schon, aus vorgegebenen Konturen Collagen. Wählt eine der mitgelieferten Vorlagen, gebt Text ein oder ladet ein geeignetes, Kontrastreiches Foto als Grundlage für eine Collage. In die nach Unten geöffnete Foto-Schublade schiebt ihr eure Fotos und klickt auf den großen Grünen Button. Ihr erhaltet eine Collage aus euren Fotos, gestapelt gemäß euren Einstellungen. Es gibt eine Lite-Version des Programm, die alle Merkmale der Bezahlversion umfasst, allerdings die Bilder in einer seeehr geringen Auflösung ausgibt, also wirklich nur zum testen.

contour collage
contour collage

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Turbo Collage ist das perfekte Werkzeug für schnelle und schöne Collagen, derzeit zum günstigen Preis:

CollageIt 3 Pro bietet ein ähnliches Konzept, wie Turbo Collage und ist derzeit ebenfalls günstig erhältlich. Zusätzlich kann man die Vorlagen selbst anpassen:

PicFrame bietet zum kleinen Preis eine einfache Möglichkeit Collagen aus bis zu 9 Fotos zusammen zu stellen. Highlight: die einzelnen Rahmen lassen sich schnell anpassen:

Picture Collage Maker 3 wirkt sehr amerikanisch, was die Vorlagen angeht, aber man kann auch sehr viel selber gestalten:

contour collage erzeugt aus den zur Verfügung gestellten Fotos Collagen in verschiedenen Formen:

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