Maginon Powerline Adapter-Kit im Test

Dieser Tage hatte ich das Glück, dass ich ein Powerline Adapter-Kit aus dem Hause Maginon zum Testen erhalten habe, mit dem ich eventuell eines meiner Probleme lösen kann.

Mein Problem: Mein Fotostudio liegt in einem Nebengebäude und die WLAN-Verbindung dahin ist durch die Entfernung und zwei Wände leider sehr schlecht, dazu kommt, dass die Mobilfunkverbindung ebenfalls nicht so gut ist. Wenn ich nun auf dem iPad meine Ideen präsentieren oder schnell mal etwas nachsehen möchte, ist schnell leider sehr relativ. Das Maginon Powerline Adapter-Kit könnte da unter Umständen eine Lösung bringen.

Der Kit-Inhalt

Das Kit besteht aus einem Powerline-Adapter PL-500 mit Ethernet-Anschluss und einem Adapter mit Ethernet-Anschluss und WLAN PL-500W. Im Karton findet ihr weiterhin eine CD mit der Konfigurationssoftware, sowie zwei kurze Ethernetkabel. Vertrieben wird das Kit durch die supra GmbH in Kaiserslautern.

Maginon PL Kit
Maginon PL Kit

Inbetriebnahme

Wer vom Set nur die Ethernet-Verbindung nutzen möchte, hat es einfach. Ihr steckt die beiden Adpater einfach in eine Steckdose (eine Wandsteckdose wird empfohlen, bei Mehrfachsteckern gibt es oft Probleme mit der Verbindungsqualität) und verbindet den einen Adpater mit eurem Router und den anderen mit dem Gerät, dass ihr am Netzwerk betreiben wollt. In der Regel habt ihr dann bereits eine funktionierende Netzwerk-Verbindung.
Probleme können dabei auftreten, wenn die Hausinstallation nicht korrekt ist oder der Stromweg über einen Zähler führen soll. Ich hatte auch die Befürchtung, dass es bei mir schiefgehen könnte, da der Weg über zwei Verteilerkästen läuft, von denen ich die Verdrahtung nicht wusste, aber es ging gut. Zwar erhielt ich nur ein rotes Signallicht für die Verbindungsstärke, was die schwächste Übertragungsgeschwindigkeit signalisiert, aber offenbar sind bei den Geräten genug Reserven vorhanden, um zumindest die von mir zugedachte Aufgabe zu erfüllen.

Maginon Powerline Kit
Maginon Powerline Kit

Funkverbindung

Die Einrichtung der Funkverbindung ist nicht ganz so einfach möglich, wie die LAN-Verbindung, da das WLAN aus Sicherheitsgründe von Hause aus verschlüsselt ist. Windows-Anwender verwenden dazu die Software des Herstellers, die auf einer CD mitgeliefert wird. Mac-Anwender müssen leider einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

– Zunächst verbindet man das PL-500W mit dem eigenen Router.

– Dann öffnet man das Konfigurationsprogramm des Routers und sucht die IP-Adresse des Powerline-Adapters heraus.

– Auf einem im gleichen Netz angeschlossenen Rechner gibt man dann im Browser die IP-Adresse des Adapters ein, um das Konfigurationsprogramm zu öffnen.

Nun kann man in aller Ruhe alle notwendigen Einstellungen vornehmen.

Konfiguration
Konfiguration

Verbindungsqualität und -Geschwindigkeit

Die in meinem Versuchsfall zugegebener Maßen etwas schwierige Verbindungsstrecke meisterte das Powerline Set mit orangem Dauerleuchten der Kontrollleuchte für die Powerline-Verbindung. Dabei konnte ich in einem Test mit unterschiedlich großen Dateien an einem per Gigabit-Ethernet verkabelten Rechner Geschwindigkeiten von ca. 60 Mbit/s erreichen, was für die Rahmenbedingungen ganz OK ist. Die auf der Verpackung angegebene Geschwindigkeit von 500 Mbit/s bezieht sich ohnehin auf die direkte Powerline-Verbindung. Die LAN-Anbindung findet über das übliche 100 Mbit/s Ethernet und die angegebenen 300 Mbit/s für das WLAN sind ohnehin ein sehr theoretischer Wert, den ich aber mangels passendem Endgerät ohnehin nicht testen konnte. Für mich war entscheidend: Ich kann nun in meinem Fotostudio in aller Ruhe auch mal größere Webseiten oder Fotos in Originalgröße zeigen, ohne das Kunden sich während der Ladezeit langweilen.

Fazit

Das Maginon Powerline Set erfüllt die von mir an das Gerät Erwartungen durchaus besser als angenommen. Bisher hatte ich auf dieser Wegstrecke immer wieder Probleme – aber offenbar schreitet die Technik voran. Etwas befremdlich wirkt allerdings auf den ersten Blick die Bezeichnung der Geschwindigkeiten. Angegeben mit „bis zu 500 Mbit/s“ für die LAN-Verbindung wird schnell klar, dass mehr als 100 Mbit/s über den entsprechenden LAN-Anschluss nicht zu erreichen sind. Insgesamt ist das Set aber praktikabel und grundsätzlich einfach in Betrieb zu nehmen und, mit Ausnahme der Erst-Einrichtung beim Mac, auch einfach zu konfigurieren.

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