ForkLift 2 Dateimanager – wesentlich mehr als nur ein Finder-Ersatz

Wie im Artikel zum TotalFinder bereits angedeutet, habe ich mal einen intensiveren Blick auf ForkLift, einen alternativen Dateimanager geworfen, der bei mir zwar schon seit längerem auf der Festplatte verweilte, aber bisher eher selten zum Einsatz kam. Doch eigentlich ist ForkLift dafür viel zu schade!

ForkLift ist nicht einfach ein Finder-Ersatz oder eine Finder-Ergänzung, sondern ein ziemlich kompletter Dateimanager. Natürlich beherrscht er den Umgang mit Dateien auf Festplatten und Datenträgern. Doch ForkLift kann noch etwas mehr, denn er dehnt seine Dienste auch auf das Internet aus und tauscht Daten mit FTP-Servern und einigen anderen Diensten aus. Daneben versteht er sich noch auf Dateioperationen, die dem Findern ebenfalls fremd sind.

ForkLift als Finder
Anders als TotalFinder integriert sich ForkLift nicht direkt in den Finder, sondern bleibt ein eigenständiges Programm. Die Oberfläche erinnert ein wenig an den altehrwürdigen MidnightCommander, der mit seinen zwei Spalten für die Darstellung das Kopieren und Verschieben von Dateien in grauer Computervorzeit für kommandozeilenfremde erst möglich machte. Auch unter dem modernen OS X erleichtert ForkLift diese Arbeit, indem das Programm zwei Verzeichnisse immer parallel anzeigt, ohne dass man seine Fenster über dem Desktop mühsam anordnen müsste. Diverse verschiedene Features, wie etwa das synchronisierte Browsen in lokale und entfernten Ordner, erleichtern dabei die Navigation ungemein. Zudem beherrscht ForkLift auch Tabs und sorgt so zusätzlich für Ordnung bei der Arbeit mit Dateien.

ForkLift zur Datenübertragung
ForkLift verbindet sich mit diverse Servern, vom klassischen FTP, über die gesicherten Varianten und WebDAV bis hin zu Amazon S3 und ähnlichen Server-Varianten. Vor allem bei Remote-Verbindungen erleichtert das synchronisierte Browsen die Arbeit, wenn man Daten für seine Webseite lokal und remote ähnlich anordnet. Dabei hilft ebenfalls die Synchronisationsfunktion, die automatisch zwei Ordner nach festen Regeln abgleicht. Dies funktioniert zwar auch lokal, ist aber für FTP-Programme ein muss. Als zusätzliches Schmankerl kann man aus einer Verbindung mit sämtlichen Einstellungen Droplets erstellen. Diese kann man auf dem Desktop oder an anderen Stellen im System platzieren und Dateien so schnell mal auf den eigenen Server kopieren, ohne ForkLift explizit öffnen zu müssen.

Arbeiten mit Dateien
Nicht nur für einfache Dateioperationen eignet sich ForkLift. Das Programm beherrscht den Umgang mit zip, RAR, gz and tar Archiven. Diese kann ForkLift entweder als Verzeichnis anzeigen oder aber entpacken, und behebt bei RAR-Archiven damit gleich eine Systemlücke (Alternative zum Entpacken von RAR-Archiven ist UnRarX). Ein weiteres Feature ermöglicht es, große Dateien aufzuspalten und diese zum Beispiel für den Transfer auf CDs vorzubereiten und derart geteilte Dateien auch wieder zusammen zu setzen. Auf Windows-Seite bietet Total Commander die gleiche Funktion und ermöglicht so den Dateiaustausch.

Weitere Werkzeuge
Mit diesen Möglichkeiten endet die Feature-Liste von ForkLift noch nicht. So gibt es eine große Reihe von Suchfunktionen und auch eine Vergleichsfunktion von Texten, die freilich auf ein installiertes XCode angewiesen ist. Außerdem ist mit an Bord eine Funktion zum Löschen von Programmen, die auch dazugehörige Voreinstellungsdateien und Ähnliches löscht. Diese wird automatisch aufgerufen, sobald ein Programm gelöscht werden soll. Das Multi-Rename-Tool bietet zahlreiche Möglichkeiten, mehrere Dateien gleichzeitig umzubenennen. Außerdem bietet ForkLift und riesige Anzahl an Tastaturbefehlen, mit denen sich fast alle Operationen per Tastatur durchführen lassen.

Fazit
Für 17 € findet man in ForkLift einen praktischen Helfer für alle, die viel mit Dateien hantieren müssen. Optimal erweist sich die Verbindung von lokalen und Remote-Dateien, die mit zusätzlichen Funktionen unterstützt und wertvoller gemacht wird.

Im AppStore kostet ForkLift* 17,99 Euro.

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