Fotos auf Acrylglas – meine erstes Foto in Luxusausführung

Diese Woche hatte ich das Vergnügen, mein erstes Foto hinter Acrylglas in den Händen zu halten. Ermöglicht wurde mir dies vom Anbieter XXLPix, der mir ein Acrylglasfoto zur Verfügung stellte. Über das Erscheinungsbild und die Anwendungsbereiche dieser speziellen Präsentation schreibe ich heute mal ein paar Zeilen.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Varianten von Acrylglas-Fotos. Bei der einen wird ein Foto auf normalem Fotopapier gedruckt und anschließend auf das Acrylglas laminiert. Bei dieser Variante wird auch gerne ein Alu-Verbundmaterial zur weiteren Verstärkung auf der Rückseite angebracht. Bei der anderen Variante wird das Foto direkt von hinten auf das Acrylglas gedruckt und anschließend mit einer Grundierung versehen, die gleichzeitig auch dem Schutz dient. Bei Variante A mit dem Papierfoto besteht theoretisch die Möglichkeit, dass das Papier durch Umwelteinflüsse (Licht, Chemie) seine Farbe verändert, obwohl dieser Effekt durch das Acrylglas minimiert wird. Beim Direktdruck ist dies so gut wie ausgeschlossen. Auf der anderen Seite bietet das Fotopapier-Verfahren derzeit noch Vorteile in der Vielfalt der Ausstattungsvarianten.

Ausführung und Preis
Der Hersteller XXLPix, von dem das Acrylglasfoto produziert wurde verwendet den Direktdruck auf Acrylglas. Die Rückseite wird zum Schutz und zur besseren Farbwiedergabe noch mit einer Grundierung versehen, dennoch bleibt das ganze durchscheinend und kann so zusätzlich von Hinten beleuchtet werden, um die Strahlkraft noch einmal anzuheben. Das Bild in 60 x 80 cm und 3 cm Dicker kostet normaler Weise 109 Euro, derzeit gibt es ein Angebot für 89 Euro. Hinzu kommen 9,95 Euro Versandkosten. Empfehlenswert ist auch die angebotene Aufhängung. Entweder eine einfache Kunststoffvariante zum Aufkleben, die das Bild aber effektvoll etwa einen Zentimeter von der Wand entfernt hält für 10,95 Euro oder wirklich sehenswerte Luxus-Ausführung in Edelstahl, die dann allerdings mit fast 30 Euro zu Buche schlägt.

Das Testobjekt
Acrylglasfotos bestechen durch ihre Strahlkraft, daher sollte man natürlich Motive mit strahlenden Farben wählen, obwohl Schwarz-Weiss-Fotos natürlich durch die Klarheit auch gewinnen, die Ergebnisse sind aber schwer vorherzusehen. Ich habe für den Test eine nächtliche Landschaftsaufnahme gewählt, die als HDR bearbeitet wurde und mit viel Farbe (farbiges Licht) aufwartet.
Wie zu erwarten war das Ergebnis deutlich frischer und strahlender, als ein vergleichbarer Papierabzug (Metallic-Papiere mal ausgenommen). Besonders schön wirkt das Foto, wenn es leichtes Streiflicht bekommt (deswegen hängt es bei mir so, dass Sonnenlicht seitlich auftreffen kann). Getestet habe ich auch Hintergrundlicht. Dieses sollte jedoch sehr genau angepasst sein, da sonst helle Stellen nur noch weiss daher kommen. Insgesamt ist Acrylglas ein tolles Medium um farbenfrohe Fotos zu präsentieren.
Allerdings würde ich beim nächsten Mal eine andere Materialstärke wählen (8 mm statt 3 mm), der Aufpreis ist zwar enorm (beim Format 60 x 80 sind es 179 Euro statt 109 Euro) aber das Foto ist dann deutlich stabiler und das dickere Material macht die Tiefenwirkung noch einmal deutlich stärker.
Weniger gut gefallen hat mir die einfache Verarbeitung des Materials. An der Qualität ist im Grunde nichts auszusetzen, die Kanten sind sauber geschliffen und ohne scharfe Kanten, bei anderen Hersteller sind die Kanten jedoch zum Teil im Winkel von 45 Grad angeschliffen, was einen deutlich wertigeren Eindruck vermittelt. Die geraden Kanten wirken etwas sehr Industrie-Design mässig.

Einsatzbereiche
Acrylglas-Fotos lassen sich generell ebenso einsetzen, wie zum Beispiel Leinwand-Fotos. Wichtig ist wirklich, dass ein Foto zum gewählten Material passt: sprich farbenfrohe Fotos eignen sich für Acryl, matte Bilder sind auch gut auf Leinwand aufgehoben, Schwarz-Weiss-Fotos sehen auf hochwertigen Papieren oft am besten aus. In der Wohnung macht sich das Acryl-Fotos gut, in Designer-Ambiente empfehlen sich aber eher Acrylglas-Varianten mit gefasten Kanten, da diese etwas hochwertiger wirken und außerdem sind dabei edle Metallbefestigungen Pflicht. Die einfachen Varianten eignen sich jedoch auch hervorragend für kommerzielle Zwecke als Dekoration in Büroräumen und Ähnlichem oder als Werbeträger, zumal eine geeignete Beleuchtung auch von hinten für ungeteilte Aufmerksamkeit sorgen kann.

Fazit
Das von mir gewählte Foto macht auf Acryl einen tollen Eindruck, aber sicher hatte ich auch Glück mit meiner Auswahl, die ich auch ganz bewusst in Richtung Acrylglas getätigt habe. Gegen eine andere Art der Kanten hätte ich aber nichts einzuwänden. Im Gegensatz zu Leinwandbildern, bei denen ich gerne auf jeden Zusatz verzichte, scheint mir bei Acrylglas eine sauber gestaltete Kante oder ein Metallrahmen doch sehr wertvoll.
Ich werde bei nächster Gelegenheit Produkte anderer Hersteller testen und dann mal einen entsprechenden Bericht hier verfassen.

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