Snapheal – das kleine Programm zum Entfernen von überflüssigen Objekten und zur minimalen Bildbearbeitung

Der Name Snapheal beschreibt bereits die Hauptfunktion des kleinen Programms aus der Softwareschmiede MacPhun: Bilder heilen, sprich überflüssige Objekte in Bildern entfernen und unauffällig durch umgebende Muster ersetzen. Dazu kommen noch ein paar andere Hilfsmittel und fertig ist das kleine Werkzeug für die Bildbearbeitung zwischendurch.

Ursprünglich hatte Snapheal vor allem eine Aufgabe: Objekte oder Fehler, die in einem Foto waren auf einfache Weise zu entfernen. Diese Aufgabe ist noch immer Hauptbestandteil der Anwendung und wird daher auch prominent beim Aufruf eines Fotos aktiviert. So wählt man mit einem Pinsel oder einem Lasso die gewünschten Bereiche oder Objekte aus. Mit dem „Deselektor“ einem Radierpinsel, kann man ausgewählte Stellen verfeinern, sprich Teile abwählen. Um die Genauigkeit zu erhöhen, passt man die Darstellungsgröße oder die Größe der Pinselspitze an.

Mit wenigen Pinselstrichen erfolgt die Auswahl der „Störelemente“

Wenn man zufrieden ist, wählt man eine der 3 Lösch- bzw. Ersetzungsmethoden aus. Je nach Beschaffenheit des Hintergrundes gelingt dies mal mehr, mal weniger gut. Störende Menschen in Landschaftsbildern verschwinden sehr gut, einzelne Personen oder Dinge im Stadtgetümmel mit unruhigen Hintergründen eher weniger gut.

In diesem Beispiel funktioniert das entfernen sehr gut – der Hintergrund bietet aber auch perfekte Voraussetzungen, um kleine Fehler der Software zu vertuschen

Im zweiten Werkzeugreiter findet man „Clone & Stamp“ einen Stempel, der Bildteile aufnimmt und an anderer Stelle wieder einfügt. Durch einen weichen Auswahlrand und die regelbare Deckkraft kann man das Ergebnis verbessern, aber es ist eben nur ein einfacher Stempel.

Das dritte, das Retusche-Werkzeug bietet das schon deutlich mehr Optionen, die sich bei manch anderem Programm nur umständlich realisieren lassen. Auch hier kommen wieder Pinsel und Lösch-Pinsel zum Einsatz, die in Größe, Weichheit und Deckkraft reguliert werden. Aufgetragen wird damit jedoch nicht etwa Farbe oder Ähnliches. Aufgetragen werden verschiedene Regler, wie Schärfe, Farbkorrekturen, Sättigung, Belichtung, Höhen- und Tiefen-Korrektur. Alles Dinge die sonst auf das ganze Bild angewendet werden, es sei denn, man nutzt ein Programm mit Ebenen. In Snapheal gelingt dies einfach durch aufmalen.

Die anderen beiden Werkzeugbereiche sind dagegen wieder eher dem Standard entsprechend. Mit „Adjust“ korrigieren Sie die Farben mit einem HSV-Regler, Helligkeit und Kontraste, die Schärfe, entrauschen das Bild und hellen Tiefen auf und verhindern ausbrechen von Lichtern. Ganz klassische Korrekturen. Der vierte Bereich dient anschließend zum Freistellen und Rotieren des Fotos.

Fazit
Snapheal ist ein gelungenes Werkzeug, mit sich störende Bildinhalte relativ leicht entfernen lassen, sofern das Ausgangsmaterial dazu geeignet ist. Auch die restlichen Werkzeuge sind einfach in der Anwendung und man wird in der Regel kein zusätzliches Bildverarbeitungsprogramm benötigen, um ein paar Korrekturen durchzuführen. Dafür ist der Preis von 5,99 Euro auch völlig in Ordnung. Wer das Programm nicht sofort benötigt, und die Augen offen hält, kann auch mal ein Schnäppchen machen. Der Hersteller bietet oft einen Teil seiner Grafikprodukte zu massiv gesenkten Preisen an, allerdings meist nur wenige Tage.

Die App erhält man am einfachsten direkt über den App-Store:

Snapheal - MacPhun LLC (Werbe-Link)

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