Mein Besuch auf der Photokina 2012

Alle zwei Jahre findet in Köln die weltgrößte Fotomesse statt. Wie bei den letzten drei Events habe ich die Ausstellung auch in diesem Jahr wieder besucht und war erstmals volle drei Tage vor Ort, um mir alles in Ruhe anzusehen. Ein paar Eindrücke möchte ich hier wiedergeben.

Mein Interesse hatte einen Tag vor Start der Photokina Canon erweckt. Selber Canon-Fotograf war die Meldung einer bezahlbaren Vollformat-Kamera aus dem Hause natürlich interessant. Dachten sich jedoch auch zahlreiche andere Fotografen, so dass das Gedränge am Stand mit der 6D so groß war, dass mir die Wartezeiten für einen kurzen Blick auf das Gerät deutlich zu lang waren. Ein paar Fakten hab ich jedoch aufschnappen können. Das Gerät kommt voraussichtlich noch vor Weihnachten zu einem Preis von 1999 Euro in den Handel. Mit GPS und WLAN ist es besser ausgestattet, als die teurere Konkurrenz aus dem eigenen Hause. Der Autofokus ist jedoch eher Mittelklasse und setzt auf gerade einmal 11 Sensoren, wobei der mittlere Kreuzsensor jedoch extrem empfindlich sein soll.
Obwohl ich die WLAN-Anbindung wirklich toll finden würde, werde ich wahrscheinlich wegen der AF-Möglichkeiten eher auf die 5D zurückgreifen. Da die aber doch recht teuer ist, könnte ich ja vielleicht über eine gebrauchte 5D MK II nachdenken.

Am Stand von Canon wurden darüber hinaus diverse neue Drucker und Multifunktionsgeräte gezeigt, unter anderem die Nachfolger von Pixma 9000 und 9500, jetzt mit der Bezeichnung 10 und 100, damit es etwas deutlicher wird, wie sehr sie sich unterscheiden. Sowohl die Art der Tinten, als auch deren Anzahl machen einen großen Unterschied aus, der sich auch im Preis niederschlägt, die beiden kosten zwischen 500 und 800 Euro.

Für den normalen Anwender wurde der IP 7250 vorgestellt, der erstmals AirPrint beherrscht und mit einer neuen Tintengeneration ausgestattet ist, von denen auch XL-Verpackungen erhältlich sind. Auch beinahe alle Multifunktionsgeräte aus dem Hause Canon beherrschen inzwischen AirPrint.

Objektiv (e)
Bei den Objektiven gibt es in der Regel weniger sensationelles zu sehen. Die Hersteller versuchen jedoch immer weiter die Eigenschaften der einzelnen Linsen zu optimieren und, die Antriebe zu verbessern (schneller, leiser, genauer) und vor allem die Mechanismen zu Stabilisierung zu optimieren. Ich habe im Kurztest diese Jahr das Tamron 70-300 mm, sowie das Super-Zoom 18-270 mm in der Hand gehabt, sowie bei Sigma ein 30 mm und das 18 – 250 mm. Das 30 mm wird an einer Canon EOS 50D zum Beispiel zu einem lichtstarken Normalobjektiv, mit dem sich sehr schöne Freistellungen und Unschärfeverläufe erzielen lassen. Leider bietet des Messegeschehen wenig Raum für ausführliche Tests. Aber wie immer gilt: eher in ein gutes Objektiv investieren, als in noch eine günstige Kamera.

Weiterhin war ich bei zahlreichen Zubehör-Herstellern und jede Menge Anbietern von gedrucktem (Poster, Fotobücher, Textilien) unterwegs, außerdem habe ich eine Reihe Vorträge und Workshops besucht. Davon in den nächsten Tagen mehr. inklusive dem passenden Bildmaterial.

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