Texturen und Hintergründe extrahieren aus Effekte-Apps

Vor Kurzem hatte ich das Problem, dass ich ein Foto in Photoshop bearbeitet hatte und nun noch schnell mit einer Textur versehen wollte. Dabei hatte ich eine ganz bestimmte Textur im Kopf, die ich von Snapseed kannte. Daher habe das Bild schnell auf Snapseed gezogen und versucht, den gewünschten Effekt zu erreichen. Doch bis ich zufrieden war, waren einige Umwege notwendig.

Das Problem bei Snapseed war folgendes: egal ob im Filter Grunge oder Vintage, gezielt nur eine Textur über das Foto zu legen war nicht möglich. Immer war auch der Rest der Presets zu sehen, auch wenn die Stärke auf 0 gestellt war, also Farbverläufe, Unschärfe, schwache Sättigung usw. Da kam mir die folgende Idee: Ich bräuchte ja eigentlich nur die Texturbilder aus Snapseed, um diese in Photoshop zu verwenden.

Texturen extrahieren aus Snapseed
Unter Mac OS X kommt man in der Regel an alle Bestanteile eines Programms, wenn man das Programm im Finder aufruft und dann über das Kontextmenü (rechte Maustaste) den Befehl aufruft „Paketinhalt anzeigen“. Daraufhin öffnet sich im Finder der Ordner „Contents“ des jeweiligen Programms. Die Texturen habe ich dann unter „Contents/Resources/common/filters“ gefunden. Ganz einfach mit den Namen Grunge-x.jpg und Vintage_x.jpg.
Diese Dateien habe ich nun ganz einfach in meinen Ordner für Hintergründe usw. kopiert.

Texturen in Photoshop nutzen
In Photoshop habe ich bei dem Bild, was ich für den Effekt vorgesehen habe, eine neue Ebene erstellt und eines der Bilder geladen. Den Ebenen-Modus habe ich auf „Hartes Licht“ eingestellt. Mit Hilfe der freien Transformation „Befehl + T“ habe ich die Textur noch in der Größe angepasst und gedreht. Mit Hilfe der Ebenendeckkraft habe ich dann die Effektstärke reguliert. Mit dem Ebenen-Modus sollte man etwas experimentieren, es eignen sich auch andere Verrechnungsmethoden für den genannten Zweck.

Da ich schon mal dabei war, habe ich auch mal geschaut, ob das Programm „Flare“ so ähnlich aufgebaut ist, dass ich noch als Demo auf der Festplatte liegen hatte. Und siehe da, auch hier habe ich einen Ordner mit allerlei Texturen und Rahmen gefunden, der sogar noch schneller zu erreichen war: „Contents/Resources“.

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