Apps kurz vorgestellt – heute: Carbon Copy Cloner

Seit der Einführung von TimeMachine sind andere Programme zur Datensicherung, sicher zu Unrecht, ein wenig aus dem Rampenlicht geraten. Eines davon ist Carbon Copy Cloner, das lange Zeit eines der wenigen war, das bootfähige Kopien erzeugen konnte.

Carbon Copy Cloner wird von Mike Bombich programmiert und war bereits auf den ersten Mac OS X Installationen ein notwendiges Instrument um komplette Installationen zu kopieren und auf dem kopierten Medium lauffähig zu machen, daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Software ist auf der Homepage des Entwicklers unter www.bombich.com erhältlich.

Auf einfachste Weise erstellt man damit lauffähige Kopien sogenannte Klones der eigenen Systemfestplatte, praktisch im laufenden Betrieb. Dazu wählt man links das Original und rechts eine (möglichst leere) Festplatte. Im Grunde genommen genügt anschließend ein Klick auf “Klonen”, um den Vorgang zu starten. Dieser dauert jedoch, je nach Größe der Festplatte ziemlich lange. Man sollte also vorher alle wichtigen Arbeiten abgeschlossen haben.

CCC eignet sich jedoch für einiges mehr. Da sich Vorgänge auch zeitgesteuert starten lassen, kann man damit auch eine richtige Sicherungs-Strategie fahren. Über “Zeitplan erstellen” ruft man einen Dialog auf, in dem man festlegt, wann die soeben konfigurierte Aktion gestartet werden soll und welche Zusatzbedingungen man benötigt, etwa Skripte vor und nach dem Durchlauf, beenden des Ruhezustandes, Mounten von Devices und so weiter. Da CCC ja auch inkrementelle Sicherungen versteht, handelt es sich damit schon fast um ein vollwertiges Backup-Programm.

CCC gehört seit langem zu meinen unverzichtbaren Werkzeugen, wenn es auch durch TimeMaschine auf dem eigenen Rechner verdrängt wurde. Immer wenn ich fremde Rechner, externe Festplatten oder mein MacBook sichern möchte, ist es jedoch immer noch erste Wahl.

CCC ist im Übrigen kostenlos. Der Autor bittet bei regelmäßigem Gebrauch allerdings berechtigter Weise um eine Spende. Die Möglichkeit dazu findet man ganz einfach im Hilfe-Menü der Anwendung selber.

PS: Wie mir soeben auffällt, ist das der hundertste Artikel in meinem Blog, ein weiterer Grund, mal die Jubiläumsaktion anzuschauen, die ihr hier findet.

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