Fehlerhafte oder fehlende Übersetzungen in WordPress beseitigen

Die meisten vernünftigen WordPress Themes haben auch brauchbare Lokalisierungsdateien mit an Bord. Manchmal findet man aber auch bei kostenpflichtigen Themes, wie dem in meinem Blog verwendeten „Platform“ einzelne fehlerhafte übersetzte oder fehlende Worte. Dann sollte man dies unbedingt korrigieren, um den Besucher der Seite nicht sofort zu verschrecken.

Sprachdateien finden
Diese findet man in der Regel im Themes-Ordner unter /wp-content/themes/theme-name/language/. Die deutschsprachigen Dateien tragen dabei die Bezeichnung de_DE.po und de_DE.mo. Diese lassen sich mit einem Editor editieren.

Hilfe holen
Bequemer geht dies jedoch mit einem WordPress-Plugin vonstatten. Ich habe dafür CodeStyling Localisation (CSL) installiert. Der Vorteil des Plugins besteht zum einen im direkten Zugriff auf ALLE Sprachdateien. Einmal installiert durchforstet CSL die WordPress-Installation nach Plugins, Themes und anderen und listet sämtliche Sprachdateien übersichtlich auf. So gelangt man schnell zur gewünschten Datei, etwa der des verwendeten Themes. In der Liste werden einige Daten zum Theme / Plugin angezeigt und alle dazugehörigen Sprachdateien.

Arbeiten vorbereiten
Bevor Sie mit den Sprachdateien arbeiten, müssen Sie die gewünschten erst einmal zum Schreiben freigeben. Dies erledigen Sie am besten im FTP-Programm. CSL weist auf den Umstand allerdings auch hin und gibt auch gleich den Speicherort zur nicht freigegebenen Datei an. Im ersten Schritt wählt man nun den Befehl „Einlesen“ neben der gewünschten Sprachdatei. Nach einer Analyse der Datei wird diese in der Übersicht grün markiert. Alle grün markierten Dateien bearbeitet man direkt über den Befehl „Bearbeiten“.

Das Bearbeitungsfenster ist eine übersichtliche Tabelle in der in der ersten Spalte der Speicherort mittels Symbol angezeigt wird (etwa PHP-Datei oder Kommentar). Ein Tool-Tipp gibt dazu genauere Informationen. Als nächstes folgt die Anzeige des englischsprachigen Textes und in der nächsten Spalte die Übersetzung. Mit „Bearbeiten“ passt man jeden einzelnen Eintrag an. Sind mehrere Begriffe einer Serie fehlerhaft gelangt man über „Speichern & nächster/vorheriger Eintrag“ bequem durch eine Reihe von Begriffen. Lange Listen lassen sich nach bestimmten Kriterien aussortieren, außerdem steht eine Suchfunktion zur Verfügung.

Oberhalb der Tabelle befindet sich der Button „erstelle mo-Datei“. Normalerweise wird diese Datei bei Änderungen automatisch erzeugt. Ist man zu schnell, kann es aber sein, dass ein manuelles Update notwendig wird. Nach der Anpassung der Datei empfiehlt es sich, die Sprachdatei noch einmal über „Einlesen“ in der Liste der Sprachdateien zu initialisieren. Dies geschieht zwar ebenfalls automatisch. Ich konnte aber feststellen, dass „Reste“ der alten Sprachdateien sonst gelegentlich noch in Caches hängen bleiben.

Nach diesen Schritten sollten die gröbsten Fehler in den Übersetzungen verschwunden sein und der Leser stolpert nicht mehr über falsche oder einfach fehlende Übersetzungen und verweilt so länger auf der Homepage.

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