Wege zu den versteckten Dateien in Mac OS X

Apples Mac OS X versteckt, wie andere Systeme mit Unix / BSD Unterbau einen großen Teil an Dateien vor dem Benutzer. Dabei handelt es sich in der Regel um Dateien, die vom Betriebssystem oder Programmen genutzt werden, teilweise legen Programme darin einfach ihre Einstellungen ab.

Insofern muss der normale Benutzer diese Dateien auch gar nicht sehen. Manchmal ist es aber doch notwendig einen Blick darauf zu werfen, nämlich immer dann, wenn irgend etwas schief läuft. Dazu gibt es eine Reihe verschiedener Wege, um an die Daten zu gelangen.

Der Finder-Trick

Ein Großteil der wichtigen Benutzerdaten finden sich im Ordner ~/Library/, sprich im Library-Ordner direkt unterhalb des Nutzernamens. So findet man hier zum Beispiel sämtliche E-Mail-Daten, Lesezeichen der Browser oder diverse Plugins verschiedener Programme. Wichtig ist dies vor allem dann, wenn diese einmal spinnen und man diese löschen oder zumidnest deaktivieren möchte. Am einfachsten gelangt man dorthin, wenn man im Findermenü die Funktion „Gehe zu“ aufruft und dabei die Alt-Taste gedrückt hält. Im Menü erscheint dann nämlich der direkte Link zum eigenen Library-Ordner.
Schneller Umschalter
Geht es nicht nur um den eigenen Library-Ordner, sondern auch um andere versteckte Dateien gibt es ein weiteres kleines Hilfsmittel, mit dem amn die Sichtbarkeit schnell Ein- oder Ausschalten kann. Es ist nämlich kaum sinnvoll, versteckte Dateien dauerhaft anzuzeigen, da sonst die Übersichtlichkeit im Finder allzusehr leidet. Abhilfe schafft hier das Dashboard-Widget Hidden Files mit dem man versteckte Dateien temporär sichtbar machen kann. Ein Klick auf das Widget macht die Dateien sichtbar, ein zweiter wieder unsichtbar. Gut, wenn man schnell mal eine versteckte Datei benötigt.
Im App-Store gibt es im Übrigen eine weitere Lösung, mit der man Dateien und Ordner sichtbar machen kann mit dem gleichen Namen. Für 0,79 Euro erlaubt diese auch beliebigen Dateien den Status „unsichtbar“ zu verleihen, nicht nur den standradmäßig versteckten. Über das verstecken von Dateien schreibe ich jedoch ein andernmal.
Dauerhafte Lösung und noch etwas mehr
Noch mehr Mögllichkeiten bietet das kostenlose Programm Lion Tweaks, über das ich hier schon einmal geschrieben habe. Mit Lion Tweks lässt sich der eigene Benutzer-Library-Ordner zum Beispiel dauerhaft sichtbar machen, so wie es in den Mac OS X Vorgängerversionen üblich war. Auch andere versteckte macht man damit dauerhaft sichtbar. Die Anwendung kann jedoch noch ein wenig mehr, wie in meinem kurzen Artikel hier zu lesen ist.

2 Gedanken zu „Wege zu den versteckten Dateien in Mac OS X“

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