Mac OS X 10.7 Lion: den Löwen bändigen – ein erster Erfahrungsbericht

Gestern war es endlich soweit: Apple hat das neue Betriebssystem Mac OS X 10.7 Lion (Partner-Link) im App-Store zum Verkauf und Download freigegeben. Nach rund zweieinhalb Stunden Download waren die etwa 4 GB dann auf meiner Festplatte und der spannende Moment der Installation stand an.
Doch Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und so machte ich noch schnell ein Time-Machine-Backup – nicht ganz zu unrecht, wie sich später heraus stellen sollte.
Ich war es von Apple bisher immer gewohnt: Neues Mac OS X kaufen, Sicherheitskopie anlegen, neue Software aufspielen – alles OK und Backup einfach mal vergessen. Diesmal ganz anders:

Den Installer von Lion starten. Zunächst läuft alles ganz normal und nach wenigen Minuten startet der Rechner neu mit der Meldung, das die Installation noch etwa eine halbe Stunde dauert, so weit so gut. Nach kurzer Zeit eine Fehlermeldung, das die Festplatte defekt sei und man diese Mittels Festplatten-Dienstprogramm zunächst reparieren möge. Und jetzt kommt das Problem: Mac OS X Lion startet von dieser Festplatte ebenso, wie das Festplatten-Dienstprogramm, das heißt: eine Reparatur ist nicht möglich. Problem: ein Bootmedium von Lion ist nicht vorhanden.
Also Original-DVD aus der hintersten Ecke hervor gekramt (immerhin auch schon Snow Leopard) und davon gestartet. Festplatten-Dienstprogramm geöffnet und der Versuch die Festplatte zu reparieren. Fehlanzeige. Scheinbar kommt die FDP-Version auf der DVD nicht mit dem Format der Festplatte zurecht, die ja jetzt eine versteckte Service-Partition besitzt. Nur gut, dass es Time-Machine gibt. Denn um möglichst schnell zu einem laufenden System zu kommen, lösche ich die Festplatte (das geht wenigstens auf Anhieb) und installiere die Original-Software. Anschließend wir ein Update herunter geladen (sonst klappt das mit der Lion Installation nicht). Während dessen lege ich einen Boot fähigen USB-Stick aus den Lion-Installationsdateien an (die finde ich ja noch im Time-Machine Backup). Das Update auf die neueste Snow Leopard Version klappt und anschließend auch der normale Versuch Lion zu installieren. Aber jetzt fehlen natürlich alle Daten, Programm und so weiter.
Also den Migrations-Assistenten gestartet und die Daten aus dem Backup zurück kopieren. Das lasse ich den Rechner mal alleine machen und gehe ins Bett.
Heute morgen eine Fehlermeldung: das Anti-Viren-Programm ist inkompatibel, na wenns weiter nichts ist. Außerdem hatten beide Accounts den gleichen Namen, das mag Mac OS X nicht, also umbenennen. Jetzt läuft wieder alles, was ein Glück!
Alles? Nicht ganz. Apple Mail macht Probleme. startet zunächst und konvertiert die vorhandenen Mail-Konten und Mails. Aber es erscheint kein Hauptfenster. Auch nach mehrmaligem Neustart von Rechner und Programm nicht. Also alten Trick anwenden: info.plist Dateien aus der Library löschen. (der Library Ordner ist unter Lion neuerdings versteckt). Noch immer tut sich nichts. Erst nach ein paar Neustarts von Mail und ein paar Kopiermanövern der Library-Dateien klappt es endlich. Na ja, GrowlMail tuts mal wieder nicht, wie nach jedem Update. Außerdem wurden einige Postfächer nicht übernommen, die hab ich aber schnell aus dem Time Machine Backup importiert.
Da das Ganze nun aber viel länger gedauert hat, als geplant, gibt’s jetzt noch keinen ersten Erfahrungsbericht zum Löwen, sondern eben nur mein Update-Abenteuer. Mehr demnächst in diesem Kino.

Meine Vermutung, wie sich derlei Problem vermeiden lässt: Vor dem Installationsversuch reichlich Platz auf der Festplatte schaffen und diese mit dem Festplatten-Dienstprogramm überprüfen gegebenenfall reparieren und auf jeden Fall die Rechte reparieren. Eventuell hätte mir dies einigen Zeitverlust erspart.

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6 Gedanken zu „Mac OS X 10.7 Lion: den Löwen bändigen – ein erster Erfahrungsbericht“

  1. Hallo,
    der Bericht ist echt gut, danke. Ich habe mit mail exakt dass selbe Problem wie du. Das Hauptfenster wird nicht angezeigt 🙁 Kannst du mir bitte erklären welche Dateien du gelöscht und hin und her kopiert hast? Das wäre echt klasse, denn im Netz finde ich nichts passendes…

    Vielen Dank !!

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  2. Uhoh. Hab sowas jetzt schon von mehreren gehört. Scheint ja alles etwas anfällig zu sein…

    Du hast noch doppelte Absätze drin, kannst ja mal schauen. Sonst toller Bericht 🙂

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