Das iPhone 7 Plus – meine ersten Tage mit dem Riesen-Smartphone

Im Herbst waren wieder 2 Jahre rum und eine Vertragsverlängerung für meinen Mobilfunkvertrag stand an – natürlich wieder mit einem neuen Smartphone. Lange habe ich überlegt, ob es einfach der Nachfolger meines iPhone 6 werden sollte oder doch die größere Plus-Variante. Warum ich mich für das Plus entschieden habe und wie sich das 7Plus im Vergleich zum 6er anfühlt, möchte ich euch heute beschreiben.

Wieso habe ich diesmal für das Plus-Modell entschieden?

Ein Handy – heutzutage ja fast immer ein Smartphone – wird ja kaum noch zum telefonieren verwendet, sondern zu mehr als 90 % als Organizer und als Weg zu diverse Internetdiensten. Das ist bei mir nicht anders – ganz im Gegenteil, ich lande vielleicht sogar bei 98 % Computer-Ersatz.
Zudem habe ich in letzter Zeit häufig im Auto die Freisprechanlage und unterwegs Kopfhörer zum telefonieren genutzt – da entfällt sogar der Peinlichkeits-Faktor, wenn man das „Tablet“ ans Ohr hält 😉
So war es dann nur noch der deutlich höhere Preis, der mich zögern ließ, aber da die Verkaufspreise für iPhones in diesem Jahr recht hoch waren, hab ich dann doch ein Plus bestellt und innerhalb einer Woche bekommen – dank Magenta Plus Vorteil bei der Telekom.

Der Umstieg

Mein 6er iPhone war ein 64 GB Gerät, also musste das 7er auch mindestens so groß sein – da wurde es das 128 GB iPhone. 64 GB bedeutet jedoch auch, dass eine ganze Menge Daten zu übertragen sind. Dank iTunes ist dies zwar problemlos möglich, allerdings dauert die Datensicherung und das Überspielen der Daten auf das neue Gerät wirklich lang – mit gut 3 Stunden war ich dabei.

Größenvergleich iPhone 6 und iPhone 7 Plus
Größenvergleich iPhone 6 und iPhone 7 Plus

Vorteil der Apple Methode: ganz viele Daten, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, werden direkt übernommen – inklusive diverse Zugangsdaten vom Hersteller – nicht jedoch von Drittanbietern.

Das sollte in der Regel keine großen Probleme darstellen, da man die Daten der regelmäßig genutzten Dienste ja meist im Kopf hat.

Problematisch erwies sich das ganze jedoch bei Bankdiensten, die heute fast ausschließlich über Apps verifiziert werden. Die beiden von mir genutzten Apps mussten neu angemeldet werden beim Dienstleister, dass hieß: anrufen, neue Daten anfordern, ein paar Tage auf die Post warten und erneut verifizieren. Und in der Zeit eben keine Bankgeschäfte abwickeln.

Ansonsten war der Umstieg wie gewohnt absolut problemlos.

Allerdings meldet das System bei vielen Apps, das man ein Update machen solle, da das System sonst verlangsamt würde. Das ist manchmal lästig, doch so habe ich auch gemerkt, wie viele Apps mit sehr alten Versionen ich noch benutzt habe.

Mein Eindruck nach rund 4 Wochen Nutzung

Das neue iPhone 7 Plus macht Spaß, keine Frage. Zwar sind die Änderungen gegenüber dem Vorgänger 6S Plus nicht so großartig, aber im Vergleich zur 6er Serie merkt man doch deutliche Unterschiede.
Das größere Display, zusammen mit seiner guten Qualität bereitet deutlich mehr Spaß, bei allen grafischen Anwendungen, sei es das Betrachten oder Bearbeiten von Fotos oder auch das ein oder andere Spielchen bzw. YouTube Videos.
Mit dem Wechsel zum neuen iPhone ging bei mir der Wechsel zu iOS 10 einher. Das heißt, an der Bedienung und dem Feeling hat sich etwas geändert. „Slide to unlock“ ist Geschichte – zweimal Homebutton drücken ist in. Apropos Homebutton, dieser ist ja nun nicht mehr echt. Das haptische Feedback durch den Motor finde ich nicht weiter tragisch. Irritierend ist es nur, wenn das iPhone mal nicht sofort reagiert und man nicht genau weiß „hab ich jetzt gedrückt oder nicht“. Für mich ist eine weitere Neuerung das 3D-Touch. Die Funktion nutze ich bislang jedoch recht wenig und kann daher nicht all zu viel dazu sagen. Sie drängt sich eben auch nicht zwingend auf. Ausnahmen bestätigen die Regel: Bei Instagram benötigt man 3D-Touch, um aus einer Übersicht einzelne Beiträge aufzurufen.

iPhone 7 Plus mit der charakteristischen Doppellinse
iPhone 7 Plus mit der charakteristischen Doppellinse
iPhone 7 Plus von vorne - ohne direkten Vergleich eher unscheinbar ;-)
iPhone 7 Plus von vorne – ohne direkten Vergleich eher unscheinbar 😉

Technische Vorteile

Ein lange vermisstes Feature hat mit dem 7er iPhone endlich Einzug gehalten: der größere Schutz vor Wasser. Zwar gibt sich Apple hier bescheiden und bestätigt lediglich, dass kurzzeitiges Untertauchen keine Schäden verursacht. Im Internet findet man jedoch einige Informationen dazu, dass auch längeres und tieferes Untertauchen bis hin zum Tauchen das Gerät nicht beschädigen.
Die neue Kamera mit zwei Linsen (beim Plus iPhone) spielt nur selten ihre Vorzüge aus. Klar ist es manchmal praktisch, eine zweite weiter reichende Linse zu haben, an der Qualität ändert sich da aber nur wenig. Die Portrait Funktion ist noch im Beta Stadium und daher schlecht zu beurteilen. Insgesamt scheint die Kamera-Technik aber keine riesigen Sprünge mehr zu machen, wie in den Generationen davor.

Fazit

Für wen lohnt sich der Umstieg?
Wer bereits ein iPhone 6S besitzt, kann sicher die Generation 7 überspringen – zumal allgemein damit gerechnet wird, dass Apple nächstes Jahr beim Jubiläums-iPhone etwas mehr Neuigkeiten präsentieren wird. Der Umstieg vom 6er lohnt sich da schon eher. Die Kamera wurde leicht verbessert, das Gerät ist schneller und das Display ist definitiv auch schick.
Ob man sich für das Standard- oder das Plus-Model entscheidet, ist eine Preis-Frage und eine Frage, wie man das iPhone nutzt (siehe einleitende Sätze). Und nicht zuletzt eine Frage der Hosen- oder Jackentaschen – in engen Jeans fühlt sich das Plus-Model nicht gerade wohl. Im Praxis-Einsatz fand ich es jedoch weit weniger klobig, als es auf den ersten Blick wirkt.

2 Gedanken zu „Das iPhone 7 Plus – meine ersten Tage mit dem Riesen-Smartphone“

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