Top-Tool: TotalFinder

Manchem Nutzer ist der Finder von Apples OS X ein Dorn im Auge – seit langem hat sich an der Funktionalität nicht mehr viel getan und damit wird der Dateimanager von vielen überholt. Doch es gibt einige Alternativen, die den Finder wahlweise ersetzen oder ergänzen. Ich halte eine Ergänzung für durchaus sinnvoll und möchte daher heute den TotalFinder kurz vorstellen.

Der TotalFinder ergänzt den Finder um ein paar größere, aber auch kleinere Funktionen, die den Umgang mit Dateien erleichtern. Viele Funktionen lassen sich dabei über Tastaturkürzel steuern, was besonders an großen Bildschirmen, wie etwa dem beliebten iMac 27″ arbeitet.

So macht man per Kürzel sämtliche versteckten (System-) Dateien sichtbar. Außerdem kann man die Dateien nach Ordner und Dateien sortieren, wie es bei Windows Standard und daher von vielen gewohnt ist. Zusätzlich steht auch das Tastenkürzel „Befehl + X“ zum Ausschneiden von Dateien zur Verfügung, dass in Mountain Lion zwar angezeigt wird, aber nicht verfügbar ist. Im TotalFinder lassen sich so Dateien auch per Tastatur verschieben.

Für mich ist das Highlight jedoch, dass der TotalFinder mit Reitern umgehen kann. So wird der Desktop deutlich übersichtlicher. Kopiervorgänge lassen sich dennoch gut in den Griff bekommen. Wer mit dem Weg über die Reiter nicht klarkommt, startet den Dualen Modus, bei dem zwei Spalten nebeneinander geöffnet werden, mit denen sich auch viele Dateien nacheinander gut kopieren oder verschieben lassen.

Natürlich gibt es bei TotalFinder auch einen Nachteil: Das Programm ist nicht kostenlos. Es kostet rund $18 / etwa 15 Euro und ist nur auf der Homepage des Entwicklers zu finden: TotalFinder. Ich finde TotalFinder eine gute Alternative beziehungsweise Ergänzung/Erweiterung zum Finder, die vor allem dadurch gefällt, dass Sie im Normalfall kaum auffällt. Wer es selber einmal testen möchte: Auf der Homepage findet sich eine 14-Tage-Demo-Version.

Alternativen gibt es natürlich auch. Da ist zum einen das bekannte PathFinder von Cocoatech, das inzwischen in Version 6 auch Mountain Lion kompatibel ist. PathFinder gibt es ebenfalls nur auf der Hersteller-Homepage zu kaufen und 30 Tage zu testen: PathFinder. PathFinder bietet eine nahezu unendliche Zahl zusätzlicher Funktionen, integriert sich aber nicht so gut ins System, wie der TotalFinder und kostet etwa $40.

Im AppStore findet man dagegen das Programm ForkLift
* für 17,99 Euro. Forklift besitzt ein eigenständiges Fenster, dass standardmäßig mit zwei Spalten arbeitet, um besser mit Dateien hantieren zu können. Außerdem besitzt das Programm FTP-Fuktionalität. Ich werde es in den nächsten Wochen einmal unter die Lupe nehmen und dann ausführlicher vorstellen.

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